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Neues aus der Welt der Bewerbung

In unregelmäßigen Abständen werden hier Informationen und Beobachtungen die für Bewerbungen nützlich sind gepostet. Machen Sie beim Bewerbungsschreiben nicht den gleichen Fehler wie andere Mitbewerber, denn was amüsant erscheint kann bei der Bewerbung peinlich sein.

05.06.2026     Home-Office als Karrierekiller?

Home-Office ist heute sehr beliebt. Viele Menschen arbeiten ganz oder teilweise von zu Hause aus. Sie sparen Zeit, weil sie nicht pendeln müssen. Sie können auf diese Weise Arbeit und Privatleben besser verbinden. Doch es gibt auch eine wichtige Frage: Ist Home-Office vielleicht schlecht für die Karriere? Kann es sogar ein Karrierekiller sein?

Was bedeutet Home-Office?
Home-Office heißt: Man arbeitet nicht im Büro, sondern zu Hause. Man nutzt den Computer, das Internet und Telefon oder Video-Meetings. Viele Firmen erlauben Home-Office seit der Corona-Zeit. Manche Firmen bieten es nur an einzelnen Tagen an. Andere Firmen sind komplett digital.

Warum Leute Angst um ihre Karriere haben?
Viele Menschen haben Angst, dass sie im Home-Office weniger gesehen werden. Im Büro sieht der Chef, wer lange arbeitet, wer Fragen stellt und wer sich engagiert zeigt. Zu Hause ist das anders. Man ist nur ein Name im Video-Meeting. Manche denken: Wer nicht im Büro ist, wird schneller vergessen.
Karriere bedeutet oft: befördert werden, mehr Verantwortung bekommen oder mehr Geld verdienen. Dafür muss man auffallen. Im Home-Office ist das schwieriger.

Weniger Sichtbarkeit im Alltag
Ein großes Problem ist die Sichtbarkeit. Im Büro trifft man Kollegen auf dem Flur oder in der Kaffeeküche. Man spricht kurz über Projekte. Man bekommt wichtige Infos nebenbei. Diese kleinen Gespräche fehlen im Home-Office.
Auch der Chef sieht die Arbeit nicht direkt. Er sieht nur Ergebnisse. Wenn jemand leise, aber gut arbeitet, kann das untergehen. Andere, die im Büro präsent sind, wirken oft aktiver.

Netzwerke entstehen langsamer
Karriere braucht Kontakte. Man nennt das auch Netzwerk. Im Büro lernt man leichter neue Menschen kennen. Man wird zu Meetings eingeladen oder zu Projekten gefragt.
Im Home-Office passiert das seltener. Neue Mitarbeiter haben es besonders schwer. Sie kennen die Kollegen nur vom Bildschirm. Vertrauen und Nähe entstehen langsamer. Das kann der Karriere schaden.

Gefahr der falschen Wahrnehmung
Manche Chefs denken: Wer im Home-Office ist, arbeitet weniger. Das stimmt oft nicht. Viele Menschen arbeiten zu Hause sogar mehr. Aber alte Denkmuster sind stark.
Wenn der Chef denkt, dass Büro-Arbeit besser ist, haben Home-Office-Mitarbeiter Nachteile. Sie werden vielleicht seltener befördert oder bekommen weniger spannende Aufgaben.

Home-Office hat auch Vorteile für die Karriere
Home-Office ist nicht nur schlecht. Es hat auch Vorteile. Wer zu Hause arbeitet, ist oft konzentrierter. Es gibt weniger Störungen. Viele Menschen sind produktiver.
Ausserdem zeigt Home-Office Vertrauen. Firmen, die Home-Office erlauben, setzen oft auf Ergebnisse, nicht auf Anwesenheit. In solchen Firmen zählt Leistung mehr als Präsenz.

Karriere im Home-Office ist möglich
Home-Office muss kein Karrierekiller sein. Aber man muss aktiv etwas tun. Wichtig ist gute Kommunikation. Man sollte regelmäßig mit dem Chef sprechen. Man sollte zeigen, woran man arbeitet und was man erreicht hat.
Auch Video-Meetings sollte man nutzen, um sichtbar zu sein. Kamera an, Fragen stellen, Ideen einbringen. So bleibt man im Kopf der anderen.

Klare Ziele und gute Planung
Wer im Home-Office arbeitet, sollte klare Ziele haben. Was will ich erreichen? Welche Aufgaben sind wichtig? Wenn Ziele klar sind, kann man Erfolge zeigen. Das hilft der Karriere.
Gute Planung ist auch wichtig. Wer zuverlässig arbeitet und Termine einhält, baut Vertrauen auf. Vertrauen ist wichtig für Beförderungen.

Hybrid-Arbeit als Lösung
Viele Firmen setzen heute auf Hybrid-Arbeit. Das heißt: ein Teil Home-Office, ein Teil Büro. Das kann eine gute Lösung sein. Man hat die Vorteile von beiden Seiten.
Im Büro kann man Kontakte pflegen. Zu Hause kann man ruhig arbeiten. Für die Karriere ist das oft der beste Weg.

Home-Office kann ein Karrierekiller sein, muss es aber nicht. Es hängt von der Firma, dem Chef und dem eigenen Verhalten ab. Wer im Home-Office unsichtbar bleibt, hat Nachteile. Wer aber aktiv kommuniziert, gute Arbeit leistet und sichtbar bleibt, kann auch von zu Hause aus Karriere machen.
Die Arbeitswelt verändert sich. Karriere bedeutet heute nicht mehr nur im Büro zu sitzen. Leistung, Vertrauen und gute Kommunikation werden immer wichtiger.


12.12.2025   Arbeitslosenquote im DACH-Raum

Die Arbeitslosenquote zeigt in Prozent, wie mehrere Menschen von allen erwerbsfähigen Personen gerade keine Arbeit haben. Wenn Menschen arbeitslos sind, dann suchen sie aktiv eine Arbeit und könnten sofort beginnen. Die Quote hilft, die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu verstehen und hilft, die Situation der einzelnen Länder miteinander zu Vergleichen.

Warum schauen wir auf den DACH-Raum?
Der Begriff „DACH“ steht für:
D wie Deutschland,
A wie Österreich,
CH wie Schweiz.

Diese drei Länder gehören kulturell, sprachlich oder wirtschaftlich enger zusammen als mehrere andere. Deswegen ist es interessant, ihre Arbeitslosigkeit gemeinsam zu betrachten.

Deutschland: Lage aktuell
Im Jahr 2025 lag die harmonisierte Arbeitslosenquote für Deutschland bei zirka 3,6 %.
Das bedeutet: Von allen Menschen, die arbeiten könnten und arbeiten wollen, haben rund 3 bis 4 von 100 keine Arbeit.
Manche Statistiken zeigen leicht abweichende Werte — je nach Methode der Erhebung und Definition von „arbeitslos“.
Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich im unteren Bereich: Die Arbeitslosigkeit ist verhältnismässig niedrig.

Schweiz: Vielschichtige Zahlen
Für die Schweiz gibt es verschiedene Werte, je nachdem, wie man die Arbeitslosigkeit misst.
Eine offizielle, häufig genannte Quote, vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), lag zuletzt bei 2,4 %.
Allerdings: Für internationale Vergleiche, etwa mit dem Rest Europas, nutzt man oft die Definition der International Labour Organization (ILO). Mit dieser liegt die Quote höher: knapp 4,2 %.
Das heißt: Auf den ersten Blick sieht der Schweizer Arbeitsmarkt sehr gut aus, hingegen hinter der Zahl steckt, wie bei allen Statistiken, eine Methode.

Österreich: Herausfordernde Zeiten
Für Österreich (Stand Juni 2025) liegt die Arbeitslosenquote bei zirka 5,8 %.
Damit ist die Quote in Österreich höher als in Deutschland oder in der Schweiz — was zeigt: Nicht alle Länder im DACH-Raum sind gleich stark. Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Nachfrage können dafür sorgen, dass Arbeitslosigkeit mal steigt, mal sinkt.

Warum unterscheiden sich die Werte?
Es gibt mehrere Gründe:
Unterschiedliche Definitionen: Was heißt arbeitslos? Wird nur gezählt, wer offiziell registriert ist oder auch, wer aktiv sucht? Bei der Schweiz macht das den Unterschied zwischen 2,4 % und 4,2 %.
Unterschiede in Wirtschaft, Struktur und Politik: Manche Länder haben andere Wirtschafts­schwerpunkte oder Sozial­systeme, das beeinflusst, wie mehrere Menschen ohne Job sind.
Konjunktur und Nachfrage: Wenn Betrieben mehrere Menschen suchen, sinkt die Arbeitslosigkeit. Wenn die Wirtschaft schwächelt, steigt sie.

Was sagt die Entwicklung aus und was nicht?
Dass die Arbeitslosenquote in einem Land niedrig ist, heißt nicht automatisch: Alle Menschen sind gut versorgt. Manche Gruppen, z. B. Jugendliche, Langzeitarbeitslose oder Personen mit unsicheren Verträgen, könnten trotzdem Schwierigkeiten haben.
Zudem zählt die Statistik nur Menschen, die registriert sind und aktiv Arbeit suchen. Manche Personen sind zwar bereit zu arbeiten, melden sich hingegen nicht beim Amt. Diese nennt man die „Stille Reserve“. Diese Menschen tauchen nicht in der Quote auf, obwohl sie arbeitsfähig und vielleicht arbeitswillig sind.

Warum ist diese Zahl wichtig?
Die Arbeitslosenquote zeigt grob, wie sicher Jobs sind.
Regierungen, Betrieben und Gesellschaft können mit diesen Zahlen planen: Braucht man Unterstützung? Gibt es genug offene Arbeitsstellen? Soll man Menschen ausbilden?
Für einzelne Personen kann es Orientierung geben: Wie sind die Chancen eine Arbeit zu finden? In welchem Land lohnt es sich?
Zusammenfassung
Im DACH-Raum sind die Arbeitslosenquoten aktuell sehr unterschiedlich: Die Schweiz scheint mit der offiziellen Zahl sehr gut dazustehen, Deutschland liegt auf niedrigem Niveau und Österreich hat eine mittlere Arbeitslosigkeit.
Doch Zahlen, so hilfreich sie sind, zeigen niemals die ganze Wahrheit. Sie hängen stark davon ab, wie man misst. Und sie zeigen oft nicht alle Menschen die arbeiten wollen, z. B. jene, die nicht registriert sind.
Deswegen lohnt es sich, bei Arbeitslosenzahlen genau hinzusehen und auch zu fragen: Was bedeutet arbeitslos im jeweiligen Land genau? Nur so kann man verstehen, wie gut der Arbeitsmarkt wirklich ist.



18.11.2025   Verhandeln Sie erfolgreich eine Lohnerhöhung

Viele Menschen wünschen sich mehr Geld für ihre Arbeit. Eine Lohnerhöhung ist ein wichtiger Schritt, um Anerkennung für gute Arbeit zu bekommen und die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Doch mehrere trauen sich nicht, danach zu fragen. Sie haben Angst, dass der Chef nein sagt oder dass es unangenehm wird.
Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man sich gut vorbereitet. In diesem Artikel erfahren Sie einfache Ratschläge, wie Sie erfolgreich über Ihr Gehalt verhandeln können.

1. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt
Der richtige Moment ist sehr wichtig. Sprechen Sie nicht mitten in einer stressigen Phase über Geld, wenn Ihr Chef kaum Zeit hat. Besser ist es, einen Termin in ruhiger Atmosphäre zu vereinbaren.
Ideal ist zum Beispiel ein Gespräch nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt oder am Ende des Jahres, wenn über Leistungen gesprochen wird.
Auch nach einer Beförderung, neuen Aufgaben oder besonderen Erfolgen kann ein guter Moment sein, über Geld zu sprechen.
So zeigen Sie: „Ich leiste viel und ich möchte, dass das anerkannt wird.“

2. Bereiten Sie sich gut vor
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Überlegen Sie sich vorher genau, warum Sie eine Lohnerhöhung verdienen.
Notieren Sie sich Ihre Erfolge und Leistungen. Zum Beispiel:
- Welche Aufgaben haben Sie übernommen?
- Welche Projekte haben Sie erfolgreich abgeschlossen?
- Haben Sie neue Ideen eingebracht oder Prozesse verbessert?
- Haben Sie mehr Verantwortung übernommen?

Diese Punkte helfen Ihnen, im Gespräch selbstbewusst zu argumentieren.
Sagen Sie nicht einfach: „Ich möchte mehr Geld“, sondern erklären Sie:
„Ich habe in den letzten Monaten mehrere neue Aufgaben übernommen und die Kundenzufriedenheit verbessert. Darum bitte ich um eine entsprechende Anpassung meines Gehalts.“

3. Kennen Sie Ihren Marktwert
Es ist gut, zu wissen, was andere in Ihrer Branche verdienen. So können Sie besser einschätzen, was eine faire Lohnerhöhung ist.
Sie können hinzu Gehaltsvergleiche im Internet nutzen oder Kolleginnen und Kollegen aus ähnlichen Bereichen fragen.
Wenn Sie wissen, wie Ihr Gehalt im Vergleich zu anderen aussieht, können Sie besser verhandeln.
Beispiel: „Laut Branchenvergleich verdienen Mitarbeiter mit meiner Erfahrung ungefähr 10 % mehr. Ich denke, diese Anpassung wäre angemessen.“

4. Üben Sie das Gespräch
Viele Menschen sind nervös, wenn es um Geld geht. Das ist ganz normal.
Deswegen hilft es, das Gespräch vorher zu üben. Sprechen Sie Ihre Argumente laut aus – zum Beispiel vor dem Spiegel oder mit einer vertrauten Person.
So merken Sie, welche Formulierungen gut klingen und wo Sie sich noch unsicher fühlen.
Üben Sie auch, ruhig zu bleiben, wenn Ihr Chef kritisch nachfragt.
Ein Tipp: Atmen Sie tief ein und aus, bevor Sie antworten. Das gibt Ihnen Zeit, ruhig zu bleiben.

5. Bleiben Sie freundlich und sachlich
Auch wenn Sie überzeugt sind, dass Sie mehr verdienen: Bleiben Sie immer höflich und sachlich.
Ein fordernder oder wütender Ton wirkt schnell unsympathisch.
Sagen Sie nicht: „Ich bekomme viel zu wenig!“
Sagen Sie lieber: „Ich würde gern über mein Gehalt sprechen, weil ich finde, dass meine Leistungen gestiegen sind.“
So zeigen Sie, dass Sie professionell sind und an einer guten Lösung interessiert sind.

6. Wissen Sie, was Sie wollen – und was möglich ist
Überlegen Sie sich vorher, wie viel Sie fordern möchten. Eine klare Vorstellung unterstützt Sie beim Verhandeln.
Setzen Sie sich ein Ziel (zum Beispiel 10 % mehr) und eine Untergrenze (zum Beispiel 5 %).
Wenn Ihr Chef nicht gleich zustimmt, können Sie auch nach anderen Vorteilen fragen, zum Beispiel:
Mehr Urlaubstage
Flexible Arbeitszeiten
Homeoffice-Möglichkeiten
Zuschüsse für Weiterbildungen

Oft sind solche Zusatzleistungen leichter zu bekommen als eine direkte Gehaltserhöhung.

7. Reagieren Sie richtig, wenn die Antwort „Nein“ ist
Manchmal sagt der Chef trotz guter Argumente nein. Das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen.
Fragen Sie freundlich nach: „Was müsste ich tun, um in Zukunft eine Gehaltserhöhung zu bekommen?“
So zeigen Sie, dass Sie engagiert sind und weiter an sich arbeiten wollen.
Vielleicht können Sie auch einen neuen Gesprächstermin in ein paar Monaten vereinbaren.
Bleiben Sie positiv und nutzen Sie das Feedback, um sich weiterzuentwickeln.

8. Denken Sie langfristig
Eine Lohnerhöhung ist oft das Ergebnis von Geduld und Ausdauer.
Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, können Sie trotzdem zeigen, dass Sie motiviert und zuverlässig sind.
Führen Sie regelmäßig Gespräche über Ihre Entwicklung. So bleibt das Thema Gehalt im Gespräch und Ihr Chef sieht, dass Sie dranbleiben.
Mit jeder neuen Aufgabe oder Weiterbildung wächst auch Ihre Chance auf ein höheres Einkommen.

Schlussfolgerung
Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung beginnt mit guter Vorbereitung, klaren Argumenten und einem freundlichen Auftreten.
Sammeln Sie Beweise für Ihre Leistungen, kennen Sie Ihren Marktwert und bleiben Sie ruhig und respektvoll im Gespräch.
Auch wenn es nicht sofort klappt, jede Verhandlung bringt Sie einen Schritt weiter.
Wer selbstbewusst und sachlich bleibt, zeigt, dass er seine Arbeit ernst nimmt. Und das ist die beste Grundlage, um eine Lohnerhöhung zu bekommen.



4.11.2025   Hochschulabgänger zunehmend auf Jobsuche

Jedes Jahr beenden zahlreiche junge Menschen ihr Studium. Sie haben hart gearbeitet, zahlreiche Prüfungen geschrieben und oft zahlreiche Jahre gelernt. Wenn sie ihr Studium abgeschlossen haben, hoffen sie auf einen guten Start ins Berufsleben. Doch immer mehr Hochschulabgänger merken: Der Einstieg in den Beruf ist nicht so einfach, wie sie dachten.

Mehr Absolventen, allerdings weniger offene Stellen
In den letzten Jahren gibt es immer mehr Studierende an den Universitäten und Fachhochschulen. Das ist eigentlich eine gute Nachricht. Immer mehr Menschen haben eine gute Ausbildung und wollen Verantwortung übernehmen. Doch gleichzeitig gibt es in manchen Branchen weniger neue Stellen.

Viele Unternehmen sparen, weil die Wirtschaft unsicher ist. Preise steigen, Rohstoffe sind teuer, und zahlreiche Betrieben wissen nicht, wie sich die Zukunft entwickelt. Deswegen stellen sie weniger neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, vor allem Berufseinsteiger.

Das führt hinzu, dass zahlreiche Hochschulabgänger länger nach Arbeit suchen müssen. Manche finden erst nach mehreren Monaten oder sogar einem Jahr eine feste Stelle.

Speziell schwierig in bestimmten Fächern
Nicht alle Studiengänge sind gleich betroffen. Wer zum Beispiel Informatik, Ingenieurwesen oder Pflege studiert hat, findet oft rasch einen Job. In diesen Bereichen werden Fachkräfte dringend gesucht.

Anders sieht es bei Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften oder Kulturwissenschaften aus. Viele Absolventinnen und Absolventen dieser Fächer berichten, dass es nur wenige passende Stellen gibt. Oft werden Jobs in diesen Bereichen schlecht bezahlt oder nur befristet angeboten.

Auch im Journalismus, in der Kunst oder in der Forschung ist der Einstieg schwer. Viele Hochschulabgänger müssen erst zahlreiche Praktika machen oder in Teilzeit arbeiten, bevor sie eine feste Stelle bekommen.

Hohe Erwartungen treffen auf Realität
Viele Studierende gehen mit großen Hoffnungen ins Studium. Sie wünschen sich einen interessanten Beruf, ein gutes Gehalt und Sicherheit. Doch wenn sie nach dem Abschluss auf den Arbeitsmarkt kommen, erleben sie oft eine Enttäuschung.
Manche Betrieben erwarten Berufserfahrung, die junge Menschen nach dem Studium noch gar nicht haben können. In vielen Stellenanzeigen steht: „Wir suchen Kandidat mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung.“ Für Hochschulabgänger ist das kaum möglich.

Ausserdem klagen zahlreiche darüber, dass Bewerbungen oft unbeantwortet bleiben. Sie schicken zahlreiche Unterlagen, bekommen allerdings nur einzeln eine Rückmeldung. Das frustriert und verunsichert zahlreiche junge Menschen.

Regionale Unterschiede
Auch der Wohnort spielt eine wichtige Rolle. In großen Städten wie Berlin, Zürich oder Wien gibt es zahlreiche Kandidat auf wenige Stellen. Dort ist die Konkurrenz besonders groß.
In kleineren Städten oder auf dem Land sind oft weniger Kandidat, allerdings auch weniger interessante Jobs. Wer flexibel ist und bereit ist, umzuziehen, hat bessere Chancen. Doch das ist nicht für alle möglich – zum Beispiel, wenn Familie oder Partner an einem Ort gebunden sind.

Praktika und Netzwerke werden wichtiger
Viele Hochschulabgänger merken, dass gute Noten allein nicht reichen. Betrieben achten immer mehr auf praktische Erfahrungen. Wer schon während des Studiums Praktika gemacht oder Werkstudentenjobs hatte, hat oft bessere Chancen.
Auch Kontakte sind wichtig. Viele junge Menschen finden ihren ersten Job über Netzwerke, ehemalige Kommilitonen oder Professoren. Deswegen raten Experten: Frühzeitig Kontakte knüpfen, sich engagieren und aktiv bleiben.

Psychischer Druck wächst
Die schwierige Jobsuche belastet zahlreiche Absolventinnen und Absolventen. Sie fühlen sich unter Druck, rasch etwas finden zu müssen. Wenn das nicht klappt, entstehen Sorgen und Selbstzweifel.
Manche denken, sie hätten etwas falsch gemacht, obwohl sie oft nichts dafür können. Die wirtschaftliche Lage und der Arbeitsmarkt sind Faktoren, die Einzelne kaum beeinflussen können.

Psychologen warnen, dass die Angst vor Arbeitslosigkeit bei jungen Erwachsenen zugenommen hat. Sie empfehlen, Unterstützung zu suchen – ungefähr bei Beratungsstellen an Hochschulen oder bei der Arbeitsagentur.

Hoffnung trotz Schwierigkeiten
Trotz aller Probleme gibt es auch positive Entwicklungen. Viele Unternehmen erkennen, dass sie jungen Talenten Chancen geben müssen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Einige Betrieben bieten besondere Programme für Berufseinsteiger an, sogenannte Trainee-Programme.
Auch Start-ups und kleinere Betriebe suchen junge, motivierte Mitarbeiter. Wer offen ist für neue Wege, kann dort spannende Aufgaben finden.
Ausserdem entstehen durch den digitalen Wandel zahlreiche neue Berufsfelder – zum Beispiel in der IT, im Online-Marketing oder im Umweltbereich. Mit etwas Geduld und Flexibilität finden zahlreiche Hochschulabgänger schließlich doch eine passende Stelle.

Folgerung
Die Jobsuche nach dem Studium ist für zahlreiche junge Menschen heute schwieriger geworden. Gründe dafür sind die wirtschaftliche Unsicherheit, hohe Erwartungen der Arbeitgeber und ein Überangebot an Bewerbern in manchen Bereichen.
Doch wer sich gut vorbereitet, praktische Erfahrungen sammelt und offen für neue Möglichkeiten bleibt, kann trotzdem erfolgreich in den Beruf starten. Wichtig ist, nicht aufzugeben und sich Unterstützung zu holen, wenn die Suche länger dauert.
Der Einstieg ins Berufsleben ist ein bedeutender Schritt, auch wenn er oft schwer ist, lohnt es sich, dran zu bleiben. Denn mit Engagement, Geduld und Mut finden zahlreiche Absolventinnen und Absolventen schließlich ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt.



20.10.2025   Stellensuche als Quereinsteiger

Manchmal möchte man etwas Neues im Leben beginnen. Vielleicht passt der alte Beruf nicht mehr. Oder man hat einen anderen Traum. Viele Menschen entscheiden sich deswegen für einen Berufswechsel. Wer aus einem anderen Bereich kommt, ist ein Quereinsteiger. Doch wie findet man als Quereinsteiger einen neuen Job? In diesem Artikel bekommst du Hinweise und Informationen.

Was ist ein Quereinsteiger?
Ein Quereinsteiger ist jemand, der einen neuen Beruf anfängt, ohne dafür den normalen Ausbildungsweg gemacht zu haben. Das heißt: Man hat zum Beispiel eine Ausbildung oder ein Studium in einem anderen Bereich gemacht. Trotzdem möchte man nun in einem neuen Berufsfeld arbeiten.

Beispiele:
- Ein Koch möchte in einem Büro arbeiten.
- Eine Krankenschwester möchte in die IT-Branche wechseln.
- Ein Handwerker möchte Verkäufer werden.

Warum werden Quereinsteiger gesucht?
In vielen Bereichen gibt es zu wenig Fachkräfte. Die Betrieben suchen dringend neue Mitarbeiter. Sie merken: Auch Menschen ohne die klassische Ausbildung können gute Arbeit machen. Wenn jemand Motivation, Lernbereitschaft und Erfahrung mitbringt, kann das sogar ein Vorteil sein.

Besonders in diesen Bereichen gibt es oft Chancen für Quereinsteiger:

- Pflege und Gesundheit
- Erziehung und Soziales
- IT und Technik
- Logistik
- Einzelhandel

Welche Herausforderungen gibt es?
Als Quereinsteiger hat man es manchmal schwer. Arbeitgeber sehen oft zuerst:

- Hat die Person die geeignete Ausbildung?
- Hat sie Erfahrung in genau diesem Beruf?

Wenn man beides nicht hat, muss man anders überzeugen:

- Mit persönlichen Stärken
- Mit Motivation
- Mit geeigneter Erfahrung aus dem alten Beruf

Eine zusätzliche Möglichkeit, man muss noch etwas dazulernen, zum Beispiel durch einen Kurs oder eine Weiterbildung.


So findest du als Quereinsteiger einen Job

1. Finde deine Stärken
Überlege dir: Was kann ich gut? Was habe ich in meinem alten Beruf gelernt, das auch im neuen Beruf nützlich ist?

Zum Beispiel:
- Du kannst gut mit Menschen umgehen.
- Du bist gut organisiert.
- Du kannst Probleme lösen.
- Du arbeitest genau und zuverlässig.
- Du kannst Fremdsprachen

Solche Fähigkeiten nennt man übertragbare Fähigkeiten. Sie sind in vielen Berufen wichtig.

2. Informiere dich über den neuen Beruf
Lies Stellenanzeigen und Berufsprofile. Finde heraus:

- Was macht man in dem Beruf genau?
- Welche Aufgaben gibt es?
- Welche Anforderungen haben Arbeitgeber?

So kannst du dich besser vorbereiten.

3. Mache eine Weiterbildung
Oft hilft eine kurze Umschulung oder Weiterbildung, um wichtige Kenntnisse zu lernen. Es gibt mehrere Kurse, zum Beispiel:

- Online-Kurse
- Kurse bei der Volkshochschule
- Angebote vom Jobcenter oder der Arbeitsagentur
- Praktikum machen um Erfahrungen zu sammeln

4. Schreibe eine gute Bewerbung
In deiner Bewerbung erklärst du, warum du den Beruf wechseln willst. Sei ehrlich und zeige deine Motivation. Wichtig ist:

- Ein klarer Lebenslauf ➚
- Ein überzeugendes Anschreiben
- Beispiele für deine Fähigkeiten

Tipp: Nutze geeignete Wörter aus der Stellenanzeige. Zeige, dass du dich mit dem Beruf beschäftigt hast.

5. Nutze dein Netzwerk
Viele Jobs werden nicht öffentlich ausgeschrieben. Man erfährt davon über Bekannte, Freunde oder frühere Kollegen. Erzähle anderen von deinem Wunsch, den Beruf zu wechseln. Vielleicht kennt jemand einen geeigneten Job.

Auch wichtig:
- LinkedIn oder Xing nutzen
- Jobmessen besuchen
- Bei Betrieben direkt nachfragen

6. Sei offen für den Anfang
Manchmal muss man klein anfangen. Vielleicht gibt es erst einen Job mit weniger Gehalt oder in Teilzeit. Nutze die Chance, Erfahrung zu sammeln. So kannst du dich später verbessern.

Mit Mut und Planung zum Ziel
Ein Berufswechsel ist ein großer Schritt. Aber mehrere Menschen haben ihn geschafft, auch ohne „perfekte“ Ausbildung. Wichtig ist, dass du:

- Deine Stärken kennst
- Dich gut informierst
- Geduldig bleibst
- Hilfe annimmst, zum Beispiel vom Arbeitsamt

Als Quereinsteiger hast du Chancen – wenn du dranbleibst und dich gut vorbereitest. Der neue Job kann dir mehr Freude bringen und neue Möglichkeiten öffnen.

Tipp zum Schluss:
Lass deine Unterlagen von jemandem kontrollieren, zum Beispiel von der Berufsberatung. So kannst du sicher sein, dass dein Lebenslauf und Anschreiben gut ankommen.



01.10.2025   Lebenslauf besser darstellen

In einer Welt, in der der Arbeitsmarkt zunehmend umkämpft ist, greifen einige Bewerberinnen und Bewerber zu einem altbekannten Trick: Sie hübschen ihre Bewerbungsunterlagen auf. Damit ist gemeint, dass der Lebenslauf oder das Anschreiben bewusst positiver dargestellt wird, als es der Realität entspricht.
Viele Ratgeber empfehlen daher, Soft Skills deutlich hervorzuheben, Erfolge klar zu benennen und Formulierungen zu wählen, die Fähigkeit und Engagement ausstrahlen.
Doch wo liegt die Grenze zwischen einer geschickten Selbstvermarktung und einer gefährlichen Täuschung? Und welche Auswirkungen kann das Aufhübschen der Bewerbungsunterlagen nach sich ziehen?

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14.09.2025   Verdrängt KI junge Arbeitnehmer aus dem Job?

Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ausgelöst. Während Unternehmen von Effizienzgewinnen und neuen Technologien profitieren, stellt sich für mehrere junge Menschen eine drängende Frage: Verdrängt KI Berufseinsteiger aus dem Job oder mindert ihre Chance?

Die Antwort darauf ist nicht einfach. Sie hängt stark davon ab, in welchen Branchen und Tätigkeiten man sich bewegt und wie gut junge Arbeitnehmer auf den Wandel vorbereitet sind.

KI ersetzt einfache und wiederholbare Aufgaben
Speziell betroffen sind Tätigkeiten, die sich leicht automatisieren lassen. Hinzu gehören ungefähr Aufgaben in der Dateneingabe, standardisierte Verwaltungsarbeiten oder einfache Kundensupport-Tätigkeiten per Chat oder E-Mail. Gerade diese Jobs waren lange Zeit klassische Einstiegspositionen für junge Menschen ohne viel Berufserfahrung.

Ein Beispiel: Wo früher ein Team von jungen Mitarbeitern Tickets mit Anfragen im Kundenservice bearbeitete, kommt heute ein KI-gestützter Chatbot zum Einsatz, der rund um die Uhr verfügbar ist und in Sekundenbruchteilen antwortet. Für Unternehmen bedeutet das geringere Kosten und schnellere Reaktionszeiten, für junge Bewerber hingegen weniger Einstiegsmöglichkeiten.

Die Anforderungen steigen für Berufseinsteiger
Durch den Einsatz von KI steigen die Anforderungen an mehrere Berufe. Arbeitgeber erwarten zunehmend technisches Verständnis, Problemlösungskompetenz und die Fähigkeit, mit digitalen Tools zu arbeiten. Wer als Berufseinsteiger heute keine grundlegenden Kenntnisse im Umgang mit KI-Systemen oder Datenanalyse hat, tut sich schwerer auf dem Arbeitsmarkt, besonders in technologiegetriebenen Branchen.

Das Problem dabei, jnge Menschen verfügen oft noch nicht über genügend Berufserfahrung, um komplexere Aufgaben zu übernehmen, die (noch) nicht von KI automatisiert werden können. Die klassischen „Lern-Jobs“, mit denen man sich langsam hocharbeiten konnte, verschwinden zunehmend oder verändern sich drastisch.

KI schafft auch neue Chancen
So düster das zunächst klingt, der technologische Wandel bringt auch neue Chancen mit sich. Denn mit jeder disruptiven Technologie entstehen neue Berufsbilder, Aufgaben und Märkte. Junge Arbeitnehmer, die sich frühzeitig mit KI auseinandersetzen, können davon sogar profitieren.

Beispiele für neue Tätigkeiten sind unter anderem:

- Prompt Engineering (das gezielte Anleiten von KI-Modellen),
- KI-Ethik und -Governance,
- Datenannotation und -aufbereitung,
- KI-gestützte Kreativ- und Medienarbeit.

Darüber hinaus bieten mehrere KI-Tools jungen Menschen neue Möglichkeiten zur Selbstständigkeit. Wer ungefähr mit Hilfe von KI schneller hochwertige Texte, Designs oder Geschäftsmodelle erstellen kann, hat niedrigere Einstiegshürden für eine eigene Unternehmung.

Junge Generation als Technologietreiber?
Ein bedeutender Punkt, junge Menschen sind oft technikaffiner als ältere Generationen. Sie wachsen mit digitalen Technologien auf, sind es gewohnt, sich schnell in neue Tools einzuarbeiten und bringen oft eine hohe Lernbereitschaft mit. In vielen Fällen sind sie es, die als Erste neue KI-Anwendungen entdecken, testen und im Arbeitsalltag integrieren.

Diese Offenheit kann ein entscheidender Vorteil sein. Wer früh versteht, wie KI funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und wie sie produktiv eingesetzt werden kann, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil, auch gegenüber erfahreneren Arbeitnehmern.

Wandel statt Verdrängung
KI verdrängt nicht zwangsläufig junge Arbeitnehmer, wohl jedoch bestimmte Tätigkeiten, auf denen früher der Berufseinstieg basierte. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, bei dem Anpassungsfähigkeit und lebenslanges Lernen entscheidend sind.

Für junge Menschen bedeutet das: Nicht die Angst vor KI sollte im Vordergrund stehen, sondern die Frage, wie man sie sinnvoll nutzen kann, für den eigenen Karriereweg, für kreative Ideen und für die Gestaltung der Arbeitswelt von morgen.



26.08.2025   Stellenrückgang im IT- und KV-Bereich, was ist los?

In den letzten Monaten haben einige bemerkt, dass es schwieriger geworden ist, eine neue Stelle im IT- oder im KV-Bereich zu finden. Es gibt weniger freie Arbeitsstellen auf dem Arbeitsmarkt und gleichzeitig suchen mehr Leute nach Arbeit in diesen Berufen. In diesem Artikel erklären wir einfach, warum das so ist und was das für Arbeitssuchende bedeutet.

Was ist mit „Stellenrückgang“ gemeint?
Ein „Stellenrückgang“ bedeutet, dass es weniger offene Jobs gibt. Unternehmen schreiben also weniger Stellen aus. Besonders betroffen sind zurzeit die IT-Branche und der KV-Bereich. IT steht für Informationstechnologie. Das sind zum Beispiel Berufe wie Programmierer oder Systemtechniker. KV steht für „kaufmännischer Bereich“. Hinzu gehören Berufe wie Sachbearbeiter, Assistenten oder Mitarbeiter im Büro.

Warum gibt es weniger Stellen?
Es gibt zahlreiche Gründe dafür, dass es weniger Jobs gibt:

1. Wirtschaftliche Unsicherheit
Viele Betrieben verdienen im Moment weniger Geld. Die Preise steigen und in den meisten Länder merkt man die Auswirkungen von internationalen Krisen. Betrieben überlegen sich zweimal, ob sie neue Leute einstellen oder noch zuwarten.

2. Digitalisierung und Automatisierung
Viele Arbeiten, vor allem im Büro, werden heute von Computern oder Programmen übernommen. Das spart Betrieben Geld, es bedeutet auch, dass weniger Menschen gebraucht werden.

3. Mehr Konkurrenz
Immer mehr Menschen haben eine Ausbildung im IT- oder KV-Bereich. Es gibt also einige gut ausgebildete Fachkräfte. Doch, wenn es weniger Stellen gibt, können nicht alle eine geeignete Arbeit finden.

4. Verlagerung ins Ausland
Einige Betrieben verlegen Teile ihrer Arbeit in andere Länder, wo die Löhne tiefer sind. Besonders IT-Arbeiten lassen sich oft auch aus dem Ausland erledigen.

Was bedeutet das für Stellensuchende?
Wer heute im IT- oder KV-Bereich eine neue Stelle sucht, braucht mehr Geduld und gute Bewerbungsunterlagen. Es reicht oft nicht mehr, nur die Grundanforderungen zu erfüllen. Arbeitgeber suchen gezielt nach Menschen mit Zusatzwissen oder besonderer Erfahrung.

Was kann man tun?
Auch wenn die Lage schwierig ist, gibt es Möglichkeiten, sich zu verbessern:

Weiterbildung:
Wer sich neues Wissen aneignet, hat bessere Chancen. Besonders gefragt sind IT-Kenntnisse, Fremdsprachen oder Kenntnisse in neuen Programmen.

Netzwerke nutzen:
Oft hilft es, wenn man über Freunde oder Bekannte von einer freien Stelle erfährt. Auch Plattformen wie LinkedIn oder XING können hilfreich sein.

Flexibel bleiben:
Vielleicht findet man nicht sofort den Traumjob. Wer bereit ist, etwas Neues zu versuchen oder vorübergehend in einem anderen Bereich zu arbeiten, hat mehr Chancen.

Der Rückgang der Stellen im IT- und KV-Bereich ist eine Herausforderung für einige Menschen. Die Gründe dafür sind vielfältig: wirtschaftliche Probleme, neue Technologien und mehr Konkurrenz. Trotzdem gibt es Wege, wie man seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern kann, zum Beispiel mit Weiterbildung, Geduld und einem offenen Blick für neue Möglichkeiten.



06.08.2025   Fachkräftemangel wird zum Arbeitskräftemangel

In den letzten Jahren war in Politik und Wirtschaft häufig vom Fachkräftemangel die Rede. Speziell betroffen waren technische Berufe, das Gesundheitswesen oder die IT-Branche, also Arbeitsfelder, in denen besondere Qualifikationen und Abschlüsse vorausgesetzt werden. Doch mittlerweile zeichnet sich ein weitreichenderes Problem ab: Aus dem Fachkräftemangel ist ein allgemeiner Arbeitskräftemangel geworden. Es fehlt nicht mehr nur an spezialisierten Fachleuten, sondern zunehmend auch an Arbeitskräften für einfache oder ungelernte Tätigkeiten. Die Ursachen dafür sind vielfältig und die Effekte spürbar – für Unternehmen, den Staat und die Gesellschaft insgesamt.

Ursachen: Demografie, Wandel der Arbeitswelt, fehlende Zuwanderung
Der demografische Wandel ist einer der Hauptgründe für die sich verschärfende Lage. Die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 60er-Jahre erreichen das Rentenalter, während gleichzeitig weniger junge Menschen nachrücken. Bereits heute geht die Zahl der Erwerbstätigen in vielen Regionen zurück und dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter verstärken. Bis 2035 könnten laut Prognosen des Statistischen Bundesamts bis zu sieben Millionen Arbeitskräfte fehlen, wenn keine Gegenmassnahmen greifen.

Ein zusätzlicher Faktor ist der gesellschaftliche Wandel. Immer mehr Menschen streben eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben an. Teilzeitarbeit, Sabbaticals und flexible Arbeitszeiten sind gefragt, sowie auch bei Tätigkeiten, die bisher eher durch Vollzeitmodelle geprägt waren. Das führt hinzu, dass selbst dann, wenn nominell genügend Menschen im Erwerbsalter verfügbar wären, das tatsächlich geleistete Arbeitsvolumen sinkt.

Zudem erweist sich die Zuwanderung als unzureichend. Zwar kommen jährlich viele Menschen nach Europa, doch nicht alle bringen die nötigen Qualifikationen mit oder sie scheitern an bürokratischen Hürden bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse oder am Zugang zum Arbeitsmarkt. Gleichzeitig fehlen gezielte Strategien, um auch für Helferberufe gezielt aus dem Ausland anzuwerben.

Spürbare Auswirkungen in einigen Branchen
Die Auswirkungen des Arbeitskräftemangels sind bereits in vielen Branchen deutlich spürbar. In der Pflege fehlt es nicht nur an examiniertem Fachpersonal, sondern auch an Pflegehilfen. In der Gastronomie bleiben Tische leer, weil es an Servicekräften fehlt. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Fahrpläne ausgedünnt werden, weil Bus- und Bahnfahrer fehlen. Selbst Supermärkte, Reinigungsdienste und Handwerksbetriebe klagen zunehmend über Personalmangel.

Speziell betroffen sind kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht über die finanziellen Ressourcen verfügen, um mit großen Konzernen um Arbeitskräfte zu konkurrieren. Die steigenden Löhne aufgrund der Knappheit verschärfen die Situation zusätzlich.

Lösungsansätze: Mehr Zuwanderung, bessere Integration, Digitalisierung
Um der Krise zu begegnen, braucht es einen umfassenden Maßnahmenmix. Eine zentrale Rolle spielt eine gezielte und praxisnahe Zuwanderungspolitik, die nicht nur Akademiker, sondern auch Menschen für einfache und mittlere Tätigkeiten anzieht. Ebenso wichtig ist die Integration: Sprachkurse, Qualifizierungsmassnahmen und unbürokratische Anerkennung von Fähigkeiten müssen ausgebaut werden.

Auch die inländischen Arbeitskräftepotenziale müssen besser genutzt werden. Das betrifft ungefähr Frauen, die mehrheitlich in Teilzeit arbeiten, ältere Menschen, die länger im Beruf bleiben könnten, oder Menschen ohne formale Qualifikationen, die durch Weiterbildung neue Chancen erhalten könnten.

Ein zusätzlicher Hebel ist die Digitalisierung. Automatisierung kann helfen, Arbeitskräfte zu entlasten und Prozesse effizienter zu gestalten, gerade in Bereichen mit hohem Arbeitskräftemangel.

Schlussfolgerungen
Europa steht vor einem strukturellen Wandel seines Arbeitsmarkts. Der Fachkräftemangel hat sich zum umfassenden Arbeitskräftemangel ausgeweitet mit gravierenden Effekte für Wirtschaft, Infrastruktur und soziale Versorgung. Ohne entschlossenes politisches Handeln und gesellschaftliches Umdenken droht ein langfristiger Wohlstandsverlust. Der Arbeitskräftemangel ist nicht mehr nur ein Problem einzelner Branchen sondern er ist zur gesamtgesellschaftlichen Herausforderung geworden.



22.07.2025   Sorgt die KI wiklich für einen Stellenabbau?

Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) führt zu kontroversen Debatten über ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Speziell die Sorge um Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung und intelligente Systeme steht im Zentrum der Diskussion. Doch ist diese Angst berechtigt? Führt KI tatsächlich zwangsläufig zu einem massiven Stellenabbau, oder gestaltet sie vielmehr den Arbeitsmarkt neu?

Automatisierung ersetzt Aufgaben, nicht unbedingt Berufe
Zunächst muss man differenzieren: KI ersetzt meist nicht vollständige Berufe, sondern bestimmte Aufgaben innerhalb eines Jobs. Ein Beispiel ist der Einsatz von KI in der Buchhaltung. Routineaufgaben wie das Erfassen von Belegen oder das Abgleichen von
Rechnungen lassen sich heute effizient durch automatisierte Systeme erledigen. Der Beruf des Buchhalters hingegen bleibt bestehen – er wandelt sich. Der Fokus verschiebt sich auf analytische Kompetenzen, Beratung und kreative Problemlösungen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Industrie. Roboter und KI-gestützte Systeme übernehmen immer mehr manuelle und repetitive Tätigkeiten, doch es entstehen zugleich neue Anforderungen an Fachkräfte, so etwa in der Wartung, Steuerung oder im Umgang mit komplexer Software.

Kurzfristiger Abbau gegenüber langfristiger Wandel
Es lässt sich nicht leugnen, dass es in manchen Bereichen kurzfristig zu Arbeitsplatzverlusten kommen kann. Speziell in einfachen, stark standardisierten Tätigkeiten sind Jobs gefährdet. Studien wie die der Oxford-Ökonomen Frey und Osborne (2013) prognostizierten, dass rund 47 Prozent aller Jobs in den USA durch Automatisierung bedroht sein könnten. Solche Zahlen verbreiteten Angst und Unsicherheit.

Neuere Untersuchungen zeichnen hingegen ein differenzierteres Bild. Das Weltwirtschaftsforum rechnete 2020 damit, dass durch Automatisierung bis 2025 weltweit rund 85 Millionen Jobs verloren gehen könnten und gleichzeitig hingegen 97 Millionen neue entstehen. Das bedeutet: Der Wandel ist tiefgreifend, hingegen nicht zwangsläufig negativ. Er erfordert hingegen eine aktive Gestaltung, vor allem durch Politik und Bildungseinrichtungen.

Neue Chancen durch KI
KI schafft auch neue Berufsfelder, die es zuvor nicht gab. Datenanalysten, KI-Trainer, Ethikbeauftragte für algorithmische Fairness oder Spezialisten für maschinelles Lernen sind nur mehrere Beispiele. Zudem verändern sich bestehende Berufe: Lehrer setzen KI zur individuellen Förderung ein, Ärzte nutzen KI zur schnelleren Diagnose, Landwirte profitieren von KI-gestützter Erntetechnologie.

Auch der Dienstleistungssektor profitiert von der KI, so etwa im Kundenservice, wo intelligente Chatbots Routineanfragen übernehmen und menschliche Mitarbeiter sich auf komplexere Anliegen konzentrieren können.

Wandel statt Wegfall
Die Frage, ob KI für Stellenabbau sorgt, lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. KI verändert den Arbeitsmarkt grundlegend, sie ersetzt nicht einfach Arbeitsplätze, sondern verschiebt Anforderungen und schafft neue Möglichkeiten. Entscheidend wird sein, wie Gesellschaft, Unternehmen und Politik auf diesen Wandel reagieren. Durch gezielte Weiterbildung, lebenslanges Lernen und soziale Absicherung kann der technologische Fortschritt in einen sozialverträglichen Strukturwandel münden.
Kurzum: KI sorgt nicht zwingend für weniger Arbeit – hingegen für andere Arbeit.



10.07.2025   Immer mehr Frauen lösen den Lehrvertrag auf

In den letzten Jahren ist in der Schweiz wie auch in vielen anderen Ländern ein auffälliger Trend zu beobachten: Immer mehr junge Frauen brechen ihre Lehre vorzeitig ab. Laut aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) wird mittlerweile rund jeder vierte Lehrvertrag aufgelöst – bei jungen Frauen sogar häufiger als bei ihren männlichen Kollegen. Dieser Artikel geht den möglichen Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten dieses Phänomens auf den Grund.

Frühzeitige Vertragsauflösungen, eine Bestandsaufnahme
Die Berufsbildung gilt in der Schweiz als solides Fundament für den Einstieg ins Erwerbsleben. Etwa zwei Drittel der Jugendlichen entscheiden sich nach der
obligatorischen Schulzeit für eine berufliche Grundbildung. Doch nicht jeder Lehrvertrag führt auch tatsächlich zum Abschluss der Ausbildung. Rund 25 Prozent der Lernenden lösen ihren Vertrag vorzeitig auf, bei jungen Frauen ist diese Quote seit einigen Jahren steigend und liegt teilweise sogar über 30 Prozent, abhängig von Branche und Kanton.

Dieser Trend wirft grundlegende Fragen auf: Warum geben viele junge Frauen ihre Lehre frühzeitig auf? Und was bedeutet das für die Zukunft ihrer beruflichen Entwicklung?

Ursachen für Vertragsauflösungen bei Frauen
Die Gründe für den Lehrabbruch sind vielfältig und oft komplex. Einige der häufigsten Ursachen lassen sich jedoch in drei übergeordnete Kategorien einteilen:

1. Unpassende Berufswahl
Viele junge Frauen merken erst während der Lehre, dass der gewählte Beruf nicht ihren Vorstellungen oder Interessen entspricht. Oft fehlt es in der Schulzeit an realistischen Einblicken in verschiedene Berufsfelder. Gerade bei geschlechtsstereotyp geprägten Berufswahlen, etwa in Pflege oder Detailhandel, dominieren bei Frauen weiterhin traditionelle Rollenbilder – was später zu Frustration führen kann.

2. Betriebliches Umfeld und Betreuung
Nicht selten erleben Lernende ein unangenehmes Arbeitsklima, mangelnde Unterstützung oder Überforderung am Arbeitsplatz. Junge Frauen berichten zudem häufiger von unangemessener Behandlung, mangelnder Wertschätzung oder sogar sexueller Belästigung. Ein Mangel an qualifizierter Betreuungspersonen und unzureichende Kommunikation können die Situation zusätzlich verschärfen.

3. Psychosoziale Belastungen und Leistungsdruck Jugendliche stehen heute unter einem hohen sozialen und schulischen Druck. Gerade junge Frauen kämpfen vermehrt mit Selbstzweifeln, Ängsten oder mentaler Überlastung. Wenn dann noch Probleme im Lehrbetrieb dazukommen, ist der Schritt zur Auflösung oft die letzte Konsequenz.

Auswirkungen eines Lehrabbruchs
Ein vorzeitiger Abbruch muss nicht zwangsläufig das Ende der beruflichen Zukunft bedeuten. Viele junge Frauen finden im zweiten Anlauf eine Ausbildung, die besser zu ihnen passt. Doch häufig sind die Folgen gravierend: Lücken im Lebenslauf, finanzielle Unsicherheit und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für spätere Erwerbslosigkeit.

Zudem ist ein Lehrabbruch auch für Betriebe teuer und belastend. Rekrutierung, Einarbeitung und Betreuung von Lernenden erfordern Zeit und Ressourcen. Wenn ein Lehrverhältnis scheitert, bedeutet das oft einen Rückschlag für alle Beteiligten.

Lösungsansätze und Prävention
Um dem Trend entgegenzuwirken, sind koordinierte Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen notwendig:

Bessere Berufsorientierung: Bereits in der Schule sollten Jugendliche realistische und vielfältige Einblicke in die Berufswelt erhalten. Berufswahlcoachings, Schnupperlehren und Mentoring-Programme können helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Stärkere Unterstützung im Betrieb: Ausbildner:innen sollten regelmäßig geschult werden, um Lernende besser begleiten und Konflikte frühzeitig erkennen zu können. Eine offene Kommunikation und ein respektvolles Arbeitsklima sind entscheidend.

Psychosoziale Begleitung: Der Zugang zu Beratungsstellen, Psycholog:innen oder Lehrstellen-Coaches muss für Lernende niederschwellig sein. Insbesondere Mädchen und junge Frauen brauchen Anlaufstellen, die ihre spezifischen Herausforderungen ernst nehmen.

Stärkung der Selbstwirksamkeit: Programme, die das Selbstvertrauen und die Entscheidungsfähigkeit von Jugendlichen fördern, können verhindern, dass Unsicherheiten zu einem Abbruch führen.

Schlussfolgerung
Der steigende Anteil an Lehrvertragsauflösungen bei jungen Frauen ist ein komplexes gesellschaftliches Problem, das nicht mit Schuldzuweisungen gelöst werden kann. Vielmehr bedarf es eines bewussten Umgangs mit den individuellen Bedürfnissen und Lebenslagen junger Menschen. Die Berufsbildung ist ein wertvoller Baustein im Schweizer Bildungssystem – sie verdient es, so gestaltet zu werden, dass alle Jugendlichen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder psychischer Verfassung, faire Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg erhalten.



11.06.2025   Migranten in Europa sind teilweise unverzichtbar

Europa steht seit Jahren vor tiefgreifenden demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Eine alternde Bevölkerung, der Fachkräftemangel in zentralen Bereichen sowie der strukturelle Wandel vieler Arbeitsmärkte haben dazu geführt, dass Migranten in zahlreichen Branchen längst nicht mehr nur "ergänzend", sondern absolut unverzichtbar geworden sind. Ihr Beitrag ist heute ein zentraler Pfeiler des europäischen Wohlstands – besonders in bestimmten Sektoren, die ohne sie kaum funktionsfähig wären.

1. Pflege und Gesundheitswesen: Rückgrat der Versorgung
Kaum ein Bereich ist so stark vom demografischen Wandel betroffen wie das Gesundheits- und Pflegesystem. Viele europäische Länder – allen voran Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und die skandinavischen Staaten – kämpfen mit einem massiven Mangel an Pflegekräften. Die steigende Zahl älterer Menschen führt zu einer wachsenden Nachfrage nach ambulanter und stationärer Pflege, während gleichzeitig immer weniger einheimische Arbeitskräfte in diesem Sektor arbeiten wollen.

Migranten aus Osteuropa, Südostasien oder Afrika übernehmen daher zunehmend zentrale Rollen – als Krankenpflegerinnen, Pflegehelferinnen oder Betreuungskräfte. Ohne sie wäre die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung vielerorts nicht mehr möglich. In Ländern wie Deutschland stammen in manchen Pflegeeinrichtungen bereits über 40% der Beschäftigten aus dem Ausland.

2. Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion: Saisonarbeit durch Migranten
Die Landwirtschaft ist eine weitere Branche, in der Migranten in vielen europäischen Ländern eine Schlüsselrolle spielen – insbesondere in der Ernte und Verarbeitung. Saisonarbeit auf Feldern, in Gewächshäusern oder in Schlachthöfen gilt als körperlich hart und oft schlecht bezahlt. Für viele Einheimische ist diese Arbeit unattraktiv.

In Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland übernehmen daher vor allem Arbeitsmigrant*innen aus Rumänien, Bulgarien, Marokko oder der Ukraine diese Aufgaben. Sie sichern die Versorgung mit Obst, Gemüse und Fleischprodukten – oft unter schwierigen Bedingungen. Während der Corona-Pandemie wurde sichtbar, wie abhängig Europa in diesem Bereich von ausländischen Arbeitskräften ist: Grenzschliessungen führten teils zu dramatischen Ernteausfällen.

3. Baugewerbe: Fundament der städtischen Entwicklung
Der Wohnraummangel in vielen europäischen Großstädten sowie umfangreiche Infrastrukturprojekte haben das Baugewerbe in eine Boomphase versetzt. Gleichzeitig leidet die Branche unter einem eklatanten Fachkräftemangel – nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels und des geringen Nachwuchses aus dem Inland.

Migranten, vor allem aus Südost- und Osteuropa, stellen heute einen erheblichen Anteil der Beschäftigten auf Baustellen in ganz Europa. Von einfachen Bauhelfern bis hin zu qualifizierten Facharbeitern sind sie in nahezu allen Bereichen vertreten. Ihre Arbeitskraft ist für den Fortschritt bei Wohnungsbau, Verkehrsprojekten und Energieinfrastruktur unentbehrlich.

4. Dienstleistungssektor: Unsichtbare, aber tragende Rollen
Auch in der Reinigungsbranche, der Gastronomie, im Einzelhandel und im Hotelgewerbe sind Migranten heute unverzichtbar. Diese Sektoren sind oft durch hohe Fluktuation, niedrige Löhne und ungünstige Arbeitszeiten geprägt – Umstände, die viele einheimische Arbeitskräfte abschrecken.

Migranten übernehmen hier Jobs als Reinigungskräfte, Küchenhilfen, Zimmermädchen, Kellner oder Lagerarbeiter. Besonders in Tourismusregionen und Großstädten sichern sie den Betrieb ganzer Dienstleistungssektoren. Ihr Beitrag bleibt jedoch oft unsichtbar – gesellschaftlich wie politisch.

5. Transport und Logistik: Bewegte Wirtschaft braucht Migranten
Ein oft unterschätzter Bereich ist die Logistikbranche. Der Onlinehandel boomt europaweit und mit ihm wächst der Bedarf an Lagerarbeitern, Lieferfahrern und Lkw-Fahrern. Viele dieser Berufe gelten als belastend, unterbezahlt und wenig attraktiv.

Migranten – häufig aus Ost- oder Südosteuropa – stellen heute einen erheblichen Anteil der Lkw-Fahrer in Europa. Ohne sie wären Supermärkte leer, Lieferketten unterbrochen und die Wirtschaft gestört. Ihr Einsatz ist buchstäblich das Rückgrat des modernen Warenverkehrs.

Unverzichtbar – aber oft unterschätzt
Migranten sind längst keine "Ergänzung" des europäischen Arbeitsmarkts, sie sind ein strukturell integraler Bestandteil. Ohne ihre Arbeitskraft würden zentrale Wirtschaftssektoren nicht mehr funktionieren. Dabei übernehmen sie oft die härtesten, unattraktivsten und zugleich systemrelevantesten Aufgaben.

Die Herausforderung für Europa liegt nun darin, diese Realität politisch und gesellschaftlich anzuerkennen: durch faire Arbeitsbedingungen, besseren Zugang zu Bildung und langfristige Integrationsstrategien. Denn wer Europa am Laufen hält, verdient mehr als nur Duldung – er verdient Anerkennung und Teilhaben.



19.05.2025   Müssen Ü50-Informatiker um ihren Job bangen?

Die Frage, ob Informatiker über 50 in Europa sich um ihren Job bangen müssen, ist ein komplexes Thema, das von unterschiedlichen Faktoren abhängt. In der schnelllebigen Welt der Informationstechnologie (IT) ist es wichtig, dass Fachkräfte ihre Fähigkeiten und Kenntnisse ständig weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Herausforderungen für Ü50-Informatiker

Informatiker über 50 in Europa könnten tatsächlich Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben. Eine Studie des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich zeigt, dass ältere Informatiker Probleme haben, eine neue Stelle zu finden, insbesondere in der Finanzbranche. Hier sind zahlreiche Gründe, warum Ü50-Informatiker Schwierigkeiten haben könnten:


- Erhöhtes Arbeitslosigkeits-Risiko: Informatiker über 50 haben ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden, insbesondere in Branchen wie "Information und Kommunikation" und "Finanz- und Versicherungsdienstleistungen".
- Geringere Einstellungsrate: Ältere Informatiker werden seltener neu eingestellt als jüngere. In der Finanzbranche ist die Einstellungsrate für ältere Arbeitnehmer besonders niedrig.
- Beschäftigungsentwicklung: Die Beschäftigungsentwicklung in der Informatikbranche ist zwar positiv, jedoch ältere Arbeitnehmer profitieren davon kaum. Neue Stellen werden meist mit jüngeren Personen besetzt.

Warum Ü50-Informatiker dennoch Chancen haben
Trotz dieser Herausforderungen gibt es auch Gründe, warum Ü50-Informatiker in Europa nicht unbedingt um ihren Job bangen müssen:

- Erfahrung und Know-how: Ältere Informatiker haben oft eine lange Erfahrung und ein tiefes Verständnis für komplexe Systeme und Prozesse. Dies kann ein großer Vorteil in vielen Bereichen der IT sein.
- Führungsqualitäten: Ü50-Informatiker haben oft Führungsqualitäten entwickelt, die in vielen Unternehmen gefragt sind. Sie können Teams leiten, Projekte managen und Strategien entwickeln.
- Weiterbildung und Aktualisierung: Wenn Ü50-Informatiker ihre Fähigkeiten und Kenntnisse regelmäßig aktualisieren, können sie wettbewerbsfähig bleiben und neue Herausforderungen annehmen.

Was Ü50-Informatiker tun können
Um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, sollten Ü50-Informatiker auf folgendes achten:

- Weiterbildung und Aktualisierung: Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse regelmäßig aktualisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Netzwerken: Ein starkes professionelles Netzwerk aufbauen, um neue Möglichkeiten zu entdecken.
- Flexibilität: Offen für neue Herausforderungen und Möglichkeiten sein.
- Fokus auf Nischen: Sich auf bestimmte Nischen oder Spezialgebiete konzentrieren, in denen ihre Erfahrung und Kenntnisse besonders gefragt sind.

Fazit
Insgesamt ist es wichtig, dass Ü50-Informatiker in Europa proaktiv bleiben und ihre Fähigkeiten und Kenntnisse ständig weiterentwickeln, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Durch Weiterbildung, Netzwerken und Flexibilität können sie ihre Position auf dem Arbeitsmarkt stärken und neue Herausforderungen annehmen. Es gibt keinen Grund, warum Ü50-Informatiker sich um ihren Job bangen sollten, wenn sie bereit sind, sich anzupassen und weiterzuentwickeln.



04.05.2025   Welchen Berufsweg soll ich gehen?

Noch bevor man die Schule beendet hat, muss man ein wichtige Entscheidung treffen, was mache ich nach der Schule? Die Wahl des richtigen Berufsweges kann eine herausfordernde, aber auch sehr spannende Entscheidung sein. Hier sind einige Schritte, die dir helfen könnten, herauszufinden, welcher Weg gut zu dir passen könnte:


1. Selbstreflexion: Überlege dir, was dir wirklich Freude bereitet. Welche Tätigkeiten machen dir Spaß, welche interessierst du dich? Vielleicht hast du schon Hobbys oder Interessen, die du in einen Beruf verwandeln könntest.


2. Stärken und Schwächen erkennen: Denke darüber nach, welche Fähigkeiten und Talente du hast. Bist du eher kreativ, analytisch oder praktisch veranlagt? Kennst du deine Stärken, kannst du auch den passenden Beruf besser finden.

3. Beratung einholen: Sprich mit Leuten, die schon in unterschiedlichen Berufen tätig sind oder hole dir professionelle Hilfe von einem Berufsberater. Oft hilft es, mit anderen über die eigenen Wünsche und Ideen zu sprechen, um neue Perspektiven zu bekommen.

4. Praktika und Erfahrungen sammeln: Wenn du noch unsicher bist, kannst du Praktika, Nebenjobs oder freiwillige Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen ausprobieren. Das gibt dir einen guten Einblick in die Arbeit und hilft dir herauszufinden, was dir wirklich liegt.

5. Zukunftsperspektiven: Überlege dir auch, wie der Beruf in der Zukunft aussehen könnte. Sind die Berufsaussichten gut? Gibt es Weiterentwicklungsmöglichkeiten? Informiere dich auch über mögliche Ausbildungswege und Karrieremöglichkeiten.

6. Berufs- und Interessen-Tests: Es gibt viele Online-Tests, die dir helfen können, herauszufinden, welche Berufe zu deinen Interessen und Fähigkeiten passen. Sie bieten dir häufig neue Ideen und Anregungen.

Indem du diese Schritte kombinierst, kannst du dir ein gutes Bild davon machen, welcher Berufsweg zu dir passt. Letztlich ist es wichtig, dass du eine Wahl triffst, die zu deinen persönlichen Zielen und Werten passt und dich langfristig erfüllt.



21.04.2025   Das perfekte Bewerbungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch ist oft der entscheidende Schritt auf dem Weg zu einem neuen Job. Es ist die Chance, sich persönlich vorzustellen, eigene Stärken hervorzuheben und den potenziellen Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Doch viele Bewerber machen entscheidende Fehler, die ihre Chancen auf den Traumjob minimieren. Hier sind einige wichtige Tipps, um ein Bewerbungsgespräch erfolgreich zu meistern.

Vorbereitung ist der Schlüssel
Bevor Sie zum Gespräch erscheinen, sollten Sie sich gründlich über das Unternehmen informieren. Studieren Sie die Website, lesen Sie aktuelle Nachrichten und informieren Sie sich über die Unternehmenskultur. Dies zeigt nicht nur Ihr Interesse an der Stelle,
sondern gibt Ihnen auch die Möglichkeit, fundierte Fragen zu stellen. Daneben ist es ratsam, häufig gestellte Fragen in Bewerbungsgesprächen zu üben. Bereiten Sie Antworten auf Fragen wie "Warum möchten Sie bei uns arbeiten?" oder "Was sind Ihre Stärken und Schwächen?" vor.

Der erste Eindruck zählt
Der erste Eindruck ist oft entscheidend. Achten Sie daher auf eine professionelle Kleidung und eine gepflegte Erscheinung. Seien Sie pünktlich und bringen Sie alle notwendigen Unterlagen wie Lebenslauf und Zeugnisse mit. Ein freundlicher und selbstsicherer Auftritt kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

Kommunikation ist alles
Während des Gesprächs ist eine offene und ehrliche Kommunikation wichtig. Sprechen Sie über Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten und zeigen Sie, wie diese zum Unternehmen passen. Hören Sie aktiv zu und beantworten Sie Fragen präzise. Vermeiden Sie es, negative Dinge über frühere Arbeitgeber oder Kollegen zu sagen. Stattdessen konzentrieren Sie sich auf positive Aspekte und was Sie daraus gelernt haben.

Sie Fragen
Ein Bewerbungsgespräch ist nicht nur eine Prüfung für den Bewerber, sondern auch eine Chance, das Unternehmen besser kennenzulernen. Stellen Sie Fragen über die Unternehmenskultur, die Erwartungen an die Stelle und die Zukunftspläne des Unternehmens. Dies zeigt Ihr Interesse und Ihre Bereitschaft, sich langfristig zu engagieren.

Nach dem Gespräch
Nach dem Gespräch ist es höflich, eine Dankes-E-Mail zu senden. Bedanken Sie sich für die Zeit und die Gelegenheit und bekräftigen Sie nochmals Ihr Interesse an der Stelle. Dies kann einen positiven Eindruck hinterlassen und Sie von anderen Bewerbern abheben.

Ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch erfordert Vorbereitung, Selbstsicherheit und gute Kommunikation. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Chancen auf den Traumjob maximieren und den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere legen.



25.03.2025   Auswirkungen der Zölle der USA auf den Arbeitsmarkt

Die Erhöhung der Zölle durch die USA auf Produkte aus der Europäischen Union hat signifikante Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft, insbesondere auf den Arbeitsmarkt. Diese Zollerhöhungen, die als protektionistische Maßnahme gelten, sollen amerikanische Unternehmen vor ausländischer Konkurrenz schützen. Für Europa bedeutet dies allerdings eine Reihe von Herausforderungen, die vor allem die exportorientierten Sektoren betreffen.

Ein direkter Effekt ist der Anstieg der Produktionskosten für europäische Unternehmen, die in die USA exportieren. Durch höhere Zölle wird der Preis ihrer Waren auf dem amerikanischen Markt teurer, was die Wettbewerbsfähigkeit dieser Produkte schwächen
kann. Dies könnte zu einem Rückgang der Exporte führen, insbesondere in wichtigen Branchen wie der Automobilindustrie, Maschinenbau und Chemieindustrie. Unternehmen, die auf den US-Markt angewiesen sind, könnten ihre Produktion drosseln oder Arbeitsplätze abbauen, was negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat.

Darüber hinaus könnten die Zölle zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen führen, da Unternehmen versuchen, ihre Produktionskosten zu senken, indem sie in andere Regionen investieren, die weniger von Handelsbarrieren betroffen sind. Länder außerhalb der EU, wie zirka China oder andere Schwellenländer, könnten in den Fokus rücken, was langfristig zu einem Verlust von Arbeitsplätzen in Europa führen könnte.

Die EU könnte versuchen, auf diese Entwicklungen mit Gegenmassnahmen zu reagieren, zirka durch die Einführung eigener Zölle auf amerikanische Produkte oder die Suche nach neuen Handelspartnern. Doch auch diese Maßnahmen könnten den Arbeitsmarkt belasten, da sie die Produktionskosten in Europa weiter erhöhen.

Insgesamt hat die Erhöhung der Zölle durch die USA das Potenzial, den europäischen Arbeitsmarkt zu destabilisieren, insbesondere in exportabhängigen Sektoren. Eine sorgfältige politische Antwort ist notwendig, um die negativen Auswirkungen abzufedern.

Fazit
Die US-Zölle bedrohen kurzfristig Arbeitsplätze in Europa, bieten allerdings auch Chancen für eine Neuausrichtung. Entscheidend wird sein, wie rasch Unternehmen und Politik reagieren, um die negativen Auswirkungen abzufedern und neue Perspektiven zu nutzen.



10.03.2025   Arbeitslosigkeit in Europa

Die Arbeitslosigkeit bleibt ein zentrales Thema in der europäischen Wirtschaftspolitik, das sowohl soziale als auch ökonomische Herausforderungen mit sich bringt. Im Jahr 2025 zeigt sich ein gemischtes Bild: Während einige Länder beeindruckende Fortschritte bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gemacht haben, kämpfen andere weiterhin mit strukturellen Problemen.

Die aktuelle Lage
Laut den neuesten verfügbaren Daten von Eurostat lag die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2024 bei etwa 6,2 %, ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den
Mitgliedsstaaten. Länder wie Deutschland und die Niederlande verzeichnen Arbeitslosenquoten von unter 4 %, was auf eine robuste Wirtschaft und eine flexible Arbeitsmarktpolitik hinweist. Im Gegensatz dazu kämpfen südeuropäische Länder wie Spanien (ca. 11 %) und Griechenland (ca. 13 %) weiterhin mit hohen Raten, die teilweise noch auf die Nachwirkungen der Finanzkrise von 2008 und der Eurokrise zurückzuführen sind.

Besonders besorgniserregend ist die Jugendarbeitslosigkeit, die in einigen Regionen alarmierende Höhen erreicht. In Spanien liegt sie beispielsweise bei über 25 %, während sie in Deutschland bei etwa 6 % stabil bleibt. Diese Diskrepanz zeigt, dass die Arbeitslosigkeit nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein generationsspezifisches Problem ist, das langfristige Auswirkungen auf die Gesellschaft haben könnte.

Ursachen der Arbeitslosigkeit
Die Ursachen für die Arbeitslosigkeit in Europa sind vielfältig und hängen oft mit nationalen Besonderheiten zusammen. Ein zentraler Faktor ist die wirtschaftliche Struktur. Länder mit einem starken industriellen Sektor, wie Deutschland, profitieren von einer hohen Nachfrage nach Fachkräften, während Länder, die stark auf den Tourismus oder den Dienstleistungssektor angewiesen sind, wie Griechenland oder Italien, anfälliger für saisonale Schwankungen und externe Schocks sind.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Automatisierung und Digitalisierung. In den letzten Jahren haben technologische Fortschritte viele traditionelle Arbeitsplätze ersetzt, insbesondere in der Fertigung und im Einzelhandel. Während dies in einigen Ländern zu einem Anstieg der Produktivität geführt hat, hat es in anderen Regionen zu einem Verlust von Arbeitsplätzen geführt, ohne dass ausreichend neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen wurden. Besonders betroffen sind gering qualifizierte Arbeitskräfte, die oft Schwierigkeiten haben, sich an die neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen.

Auch die demografische Entwicklung spielt eine Rolle. In vielen europäischen Ländern schrumpft die erwerbsfähige Bevölkerung aufgrund niedriger Geburtenraten und einer alternden Gesellschaft. Dies führt paradoxerweise dazu, dass trotz eines Rückgangs der Arbeitskräfte in einigen Sektoren ein Fachkräftemangel herrscht, während gleichzeitig Arbeitslosigkeit in anderen Bereichen bestehen bleibt.

Politische Maßnahmen und Lösungsansätze
Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben verschiedene Strategien entwickelt, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Ein zentrales Instrument ist der Europäische Sozialfonds (ESF), der Milliarden Euro in die Förderung von Beschäftigung und Qualifikation investiert. Programme zur Umschulung und Weiterbildung sollen Arbeitnehmern helfen, sich an die Anforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarktes anzupassen. Besonders im Fokus stehen dabei junge Menschen und langzeitarbeitslose Personen.

Einige Länder haben auch nationale Initiativen gestartet. In Deutschland beispielsweise hat das Modell der Kurzarbeit während der Pandemie gezeigt, wie flexibel der Arbeitsmarkt auf Krisen reagieren kann, indem Arbeitsplätze erhalten und gleichzeitig die wirtschaftliche Belastung für Unternehmen reduziert wird. In Spanien hingegen setzt die Regierung auf Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln.

Auf EU-Ebene wird zudem die Idee eines einheitlicheren Arbeitsmarktes diskutiert. Die Harmonisierung von Arbeitsgesetzen und die Förderung der Mobilität innerhalb der EU könnten dazu beitragen, Arbeitskräfte dorthin zu lenken, wo sie am dringendsten benötigt werden. Allerdings stossen solche Vorschläge oft auf Widerstand, da sie nationale Souveränität und kulturelle Unterschiede berühren.

Herausforderungen und Ausblick
Trotz der Fortschritte stehen Europa vor einigen Herausforderungen. Der Klimawandel und die damit verbundene Energiewende könnten weitere Arbeitsplätze in traditionellen Industrien gefährden, während neue "grüne" Jobs entstehen. Die Frage ist, ob die betroffenen Arbeitskräfte schnell genug umgeschult werden können. Gleichzeitig könnte die geopolitische Lage – etwa Handelskonflikte oder Migration – die wirtschaftliche Stabilität beeinflussen und somit auch den Arbeitsmarkt.

Langfristig wird der Erfolg davon abhängen, wie gut Europa es schafft, Bildung, Innovation und soziale Sicherheit miteinander zu verbinden. Länder, die in die Zukunftsfähigkeit ihrer Arbeitskräfte investieren, werden besser aufgestellt sein, um Arbeitslosigkeit zu reduzieren und wirtschaftliches Wachstum zu fördern.

Komplexes Problem ohne Einheitslösung
Die Arbeitslosigkeit in Europa ist ein komplexes Problem, das keine Einheitslösung zulässt. Während einige Länder als Vorbilder dienen können, bleibt die Herausforderung, die regionalen Unterschiede zu überwinden und allen Bürgern Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Mit einer Kombination aus gezielten politischen Maßnahmen, Investitionen in Bildung und einer flexiblen Anpassung an globale Trends könnte Europa jedoch auf dem Weg zu einer inklusiveren und widerstandsfähigeren Arbeitswelt voranschreiten.



19.02.2025   Fachwissen und Netzwerk erweitern

Der Arbeitsmarkt wandelt sich rasant – kontinuierliches Lernen und Networking sind entscheidend. Fachmessen, Workshops und Konferenzen bieten wertvolle Chancen: Sie vermitteln aktuelles Wissen, ermöglichen den Austausch mit Experten und helfen, sich strategisch zu positionieren.
Fachveranstaltungen gelten als wichtige Bausteine, um Lücken in der eigenen Kompetenzlandschaft zu schliessen und einen klaren Blick auf branchenspezifische Trends zu erhalten. Bei beruflichen Veranstaltungen erweitern Teilnehmende nicht nur ihr Fachwissen. Sie nutzen die Gelegenheit, nachhaltige Verbindungen zu potenziellen Kooperationspartnerinnen aufzubauen.

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07.02.2025   Berufe mit Zukunftsperspektiven

Berufe mit hohen Zukunftsperspektiven zeichnen sich oft durch eine starke Nachfrage aufgrund technologischer Entwicklungen, demografischer Veränderungen oder gesellschaftlicher Bedürfnisse aus. Durch die stetige automatisierung werden gewisse Berufe gefragter und es kommen in Zukunft auch neue Berufsbilder hinzu.

1. Berufe im Bereich KI und Maschinelles Lernen
Mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung sind Experten in Künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und maschinellem Lernen gefragt.

2. Gesundheitswesen
Besonders im Bereich der Altenpflege, Pflegeberufe und Medizintechnologie wird der Bedarf aufgrund der alternden Bevölkerung weiter steigen.

3. Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien
Ingenieure und Fachkräfte in den Bereichen erneuerbare Energien, Umwelttechnologien und nachhaltiges Bauen sind auf dem Vormarsch.

4. IT-Sicherheit und Cybersecurity
Mit der Zunahme digitaler Daten und Cyber-Bedrohungen wächst die Nachfrage nach Experten für IT-Sicherheit.

5. Softwareentwicklung
Softwareentwickler, App-Entwickler und Webentwickler bleiben auch in Zukunft stark nachgefragt, da fast alle Branchen zunehmend auf digitale Lösungen setzen.

6. Psychologie und Coaching
Die wachsende Bedeutung von mentaler Gesundheit und Selbstoptimierung fördert eine steigende Nachfrage nach Psychologen, Coaches und Therapeuten.

7. Bildungstechnologie
Mit dem Aufkommen von E-Learning und digitalen Bildungslösungen wird der Bedarf an Fachkräften im Bereich der digitalen Bildung wachsen.

8. Logistik und Supply Chain Management
Die Globalisierung und der Online-Handel fördern eine stetig steigende Nachfrage nach Fachkräften in der Logistikbranche.

9. Robotertechnik und Automatisierung
Ingenieure und Techniker, die Robotertechnik entwickeln oder warten können, sind besonders gefragt, da immer mehr Prozesse automatisiert werden.

Diese Berufe sind stark von aktuellen und zukünftigen Trends abhängig, sodass es wichtig ist, sich kontinuierlich weiterzubilden und mit neuen Entwicklungen Schritt zu halten. Wer sich frühzeitig in zukunftsträchtigen Sektoren weiterbildet, kann nicht nur von einer sicheren beruflichen Zukunft profitieren, sondern auch aktiv zur Gestaltung der Welt von morgen beitragen.



22.01.2025   KI wird Programmierer nicht ersetzen

Immer wieder gibt es Spekulationen, wie KI die Zukunft verschiedener Berufe beeinflussen wird. Die Vorhersage vom Ende der von Menschen geschriebenen Programme kommt von Jensen Huang, dem CEO der Firma NVIDIA. Die schnellen Rechenprozessoren seines Unternehmens haben die Entwicklung von KI-Anwendungen deutlich vorangetrieben. Tatsache ist, dass mit künstlicher Intelligenz Programmcodes erzeugt werden können. Eine kurze Anweisung genügt und schon erscheint der benötigte Code auf dem Bildschirm.
Software-Programierer bauen Softwaresysteme. Die kreative Leistung besteht darin, Bedürfnisse zu erkennen, zu verstehen und in ein Softwaresystem zu überführen, das dieses Bedürfnis erfüllt. KI kann eine Ergänzung zum klassischen Programieren sein,
denn das Resultat des maschinengenerierten Codes ist nicht fehlerfrei. Die KI erstellt ein Code und füllt Lücken mit den wahrscheinlichsten, am häufigsten vorkommenden Informationen, basierend auf den Trainingsdaten. Dies mag angemessen sein, wenn das Problem tatsächlich ein Standardproblem ist. Es kann aber ebenso völlig unpassend sein.

Sind die Berufe zukunfssicher?
Da KI keine komplexen Problemstellungen fehlerfrei von Sinn und Logik erledigen kann, wird immer ein Mensch das erzeugte Resultat kontrollieren und gegebenfalls korrigieren müssen. Der Beruf des Softwareentwicklers und der Programmierer ist aktuell somit zukunftssicher.
Fragt man die Künstliche Intelligenz selbst, lautet deren Antwort: Es ist unwahrscheinlich, dass alle Programme ausschließlich von KI geschrieben werden. KI kann zwar bei bestimmten Problemstellungen beim Programmieren und der Softwareentwicklung unterstützen, sie wird aber wahrscheinlich nicht den gesamten Prozess ersetzen können.



17.12.2024   Auslandserfahrung im Lebenslauf darstellen

Auslandsaufenthalte sind wertvolle Erfahrungen in der beruflichen Laufbahn und können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern. Ob Auslandsjahr, Weltreise, Festanstellung, die Möglichkeiten von Auslandserfahrungen sind vielfältig.
Sie sind ein Beweis dafür, dass man bereit ist, die Komfortzone zu verlassen, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sie zeigen außerdem die Fähigkeit, sich in neuen und ungewohnten Umgebungen zurechtzufinden.

Nicht alle Auslandsaufenthalte gehören in den Lebenslauf. Wichtig ist, dass man sich auf relevante Erfahrungen konzentriert, die für den potenziellen Arbeitgeber von Bedeutung sind. Hier einige Beispiele, welche Erfahrungen ma im Lebenslauf erwähnen sollte:


- Arbeiten im Ausland
- Studium im Ausland
- Längerer Sprachaufenthalt

Die Platzierung der Auslandserfahrungen im Lebenslauf hängt stark von der Art und dem Kontext der Erfahrungen ab.

Berufserfahrung
Ein Auslandspraktikum oder eine berufliche Tätigkeit im Ausland sollten unter dem Abschnitt Berufserfahrung aufgeführt werden.

Bildung
Wenn dee Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums stattgefunden hat, dann werden diese Erfahrung im Abschnitt Bildung aufgeführt. Dazu gehören auch Sprachaufenthalte.

Auslandsaufenthalte werten den Lebenslauf auf und erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung. Mit der richtigen Darstellung kann man die internationalen Erfahrungen optimal präsentieren und so einen Arbeitgeber von den Fähigkeiten und Qualifikationen besser überzeugen.



18.11.2024   Kündigen auf dem Höhepunkt der Karriere

Die Unzufriedenheit mit der eigenen Jobsituation nimmt weiterhin zu, gerade auch bei Angestellten in hohen Positionen. Wieso gibt jemand seinen gut bezahlten Job auf, nachdem man die Karriereleiter emporgestiegen ist?
Jahrelang war dies für mehrere das Wichtigste in ihrem Leben, die Karriereleiter erklimmen, immer mehr Geld verdienen. Doch in den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zur Arbeit verändert. Die berufliche Karriere ist gegenüber dem Wohlbefinden, der Selbstverwirklichung und der Work-Life-Balance immer mehr in den Hintergrund gerückt. Das Bedürfnis, mehr Sinn im Berufsleben zu finden, war schon seit einigen Jahren zu beobachten, angetrieben von der steigenden Zahl an Burnouts. Immer mehr Angestellte in höheren Positionen von börsennotierten Konzernen wechseln zu überschaubaren KMU, wo der kurzfristige Druck auf die Zahlen nicht so groß ist.
Es gibt auch Manager, die einfach einen Beitrag zur Gesellschaft leisten möchten, da sie gemerkt haben, dass Geld alleine nicht glücklich macht. So verlassen sie ihren Posten als Geschäftsführer um ein Studium als Priester zu absolvieren.
Sollten Betrieben nicht den Arbeitnehmer stärker in den Mittelpunkt zu stellen, selbst wenn sie dafür weniger Profit machen? Wenn ein Umdenken stattfindet verlassen weniger einen Betrieb und der generelle Fachkräftemangel wird sich dadurch vielleicht verringern.



04.10.2024   Schweizer Arbeitslosenquote steigt auf 2,5%

Die Arbeitslosenzahlen erhöhen sich in der Schweiz weiter. Im September stieg die Arbeitslosenquote auf 2,5 Prozent nach 2,4 Prozent im Vormonat. Vor Jahresfrist hatte sich der Wert noch auf einem sehr tiefen Niveau von 2,0 Prozent bewegt. Derweil ging die Kurzarbeit im Monat Juli weiter zurück, was ein positives Zeichen für die gesamte Wirtschaft ist.

Insgesamt waren hierzulande zum Ende des Berichtsmonats etwas über 113'200 Menschen in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Das waren knapp 2000 Personen mehr als im August und gut 22'400 mehr als im Vorjahr.

Bereinigt um saisonale Effekte stieg die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat um 2492 Personen auf 119'310 an. Die bereinigte Arbeitslosenquote stieg damit um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. In dieser Rechnung werden saisonale Schwankungen, wie dies etwa in Branchen wie im Tourismus, der Gastronomie oder der Bauwirtschaft der Fall ist, herausgerechnet.

In der Maschinen- und Metallindustrie stieg die Arbeitslosigkeit stärker als im langjährigen Durchschnitt. Das Gleiche gilt für die Branche der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen.



25.09.2024   Fackräftemangel bei Banken sinkt

Banken registrieren im zweiten Quartal 2024 einen geringeren Fachkräftemangel.
Im Vergleich zum 1. Quartal 2024 hat der Indikator der Beschäftigungserwartung im 2. Quartal stark abgenommen. So planen mehr Banken für das zweite Quartal 2024 einen Stellenabbau. Insgesamt sind allerdings immer noch jene Unternehmen in der Mehrzahl, die neue Stellen aufbauen möchten.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass einige Banken den Betrieb eingestellt haben oder Banken fusioniert haben und Stellen abbauen, da Synergien genutzt werden können und weniger Fachpersonal benötigt wird. Dies ist zum Beispiel in der IT Abteilung der Fall, wo die selbe Arbeit mit weniger Personal bewältigt werden kann.
Die höhere Knappheit an Arbeitskräften in der Bankbranche bleibt im Vergleich zur Gesamtwirtschaft jedoch bestehen.



03.09.2024   Insolvenzen nehmen weiter zu

Die Zahl der beantragten Insolvenzen und Firmenkonkurse nimmt in den ersten 8 Monate im Jahr 2024 weiter zu. Dabei melden nicht nur große Unternehmen wie Depot oder Weltbildverlag sich beim Konkursamt, auch kleinere Unternehmen trifft es vermehrt. Ebenso haben die Privatinsolvenzen stark zugenommen. Daraus ergibt sich eine Spirale der der gegenseitigen Abhängigkeit. Private konsumieren über Ihre Bedürfnisse und um Gegenzug fehlt den Unternehmen das Geld in der Kasse das ihnen die privaten Personen schulden. Somit können Geschäfte ihrerseits die Rechnungen nicht begleichen was Sie in den Konkurs treiben kann. Die Zahl der Konkurse aus dem Bausektor hat sich seit 2022 vervierfacht, die der Straßenbauunternehmen verdreifacht. Dies sind typischerweise kleinere, kapitalschwache Unternehmen die schnell ins straucheln kommen können, wenn ein Bauherr die Zahlung verzögert oder nicht leisten kann.
Zu beobachten ist eine Art „Corona-Bumerang“. Der Anstieg ist vor allem eine Normalisierung des Insolvenzgeschehens nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfen welche das Aus für eine Firma verzögert.



01.08.2024   Fachkräftemangel bei den KMU

Viele KMU haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Auch die jüngste Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt hat nur wenig Linderung der Situation gebracht. Arbeitgebende wollen den Angestellten wegen des Fachkräftemangels bei einigen Punkten vermehrt entgegenkommen, ungefähr mit flexibleren Arbeitszeiten oder Teilpensen. Besonders betroffen sind vor allem das Baugewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.
Um im Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können, gehen die KMU immer mehr auf potenzielle Kandidat zu. Eiinige Unternehmen wollen die Flexibilität bei der Arbeitsorganisation wie Homeoffice oder Vertrauensarbeitszeit erhöhen, um mehr Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen.
Betriebe wollen vor allem die benötigten Fachkräfte direkt im eigenen Betrieb ausbilden und hofft, die Ausgebildeten längerfristig an das Unternehmen binden zu können. Leider gibt es Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Dabei tun sich Unternehmen im produzierenden Gewerbe schwerer als jene im Dienstleistungssektor.



22.07.2024   Luftfahrtbranche mit vielen offenen Stellen

In der Luftfahrtbranche sind zahlreiche Arbeitsstellen offen die es zu besetzen gibt. Wer dabei aber an erster Stelle an Piloten oder Flugbegleiter denkt, vergisst die anderen Tätigkeiten, die in der Branche verrichtet werden. Zum einen werden Fachkräfte in der Flugzeugwartung aber auch in der IT Abteilung einer Fluggesellschaft benötigt. Zusätzlich wird auch Personal in der Abfertigung beim Check-in am Schalter oder beim Gepäckhandling benötigt.
Durch die steigenden Flugbewegungen der letzten Jahre wird sich dies auch nicht so rasch ändern. Nicht zu vergessen sind alle Zulieferer der Luftfahrtindustrie, welche zum Beispiel Bauteile für die Flugzeuge herstellen oder das Catering für den nächsten Flug liefern.



21.06.2024   Viele Lehrstellen noch offen

In enigen Wochen startet das neue Ausbildungsjahr, doch noch suchen zahlreiche Unternehmen nach passenden Lehrlingen. Für mehrere Arbeitgeber ist das seit Jahren ein Problem.
Das heißt: Wenige Wochen vor dem Ausbildungsstart sind noch immer Tausende Lehrstellen nicht vergeben – am meisten davon im Detailhandel, gefolgt von Köchen und Elektroinstallateuren.
Etwas entspannter sieht die Situation im kaufmännischen Bereich aus. Hier sind aktuell in der Schweiz noch gut 300 Lehrstellen offen.
Viele der offenen Lehrstellen dürften allerdings bis zum Ausbildungsstart im August in den meisten Berufen noch besetzt werden.
Für Jugendliche, die auf Lehrbeginn 2024 noch keine Lehrstelle haben, sind die Chancen intakt, jetzt noch einen Ausbildungsplatz zu finden, auch wenn es nicht im Wunsch eruf ist.



27.05.2024   Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt

Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren die Arbeitswelt stark verändern. Bis 2030 können gut ein Viertel der aktuellen Arbeitsstunden durch Technologie, inklusive generativer KI, automatisiert werden. Die klassischen Berufe in der Fabrikation oder im Backoffice, zum Beispiel bei der Kundenberatung oder im Helpdesk werden sich verändern.
Doch wo gewisse Berufe verdrängt werden entstehen neue Berufe. Dies macht es erforderlich, dass Firmen frühzeitig ihr Personal in den jeweiligen Bereichen frühzeitig umschulen oder Weiterbildungen anbieten, um das Wissen der Mitarbeiter nicht zu verlieren.

Die Nachfrage nach technologischen und sozial-emotionalen Fähigkeiten wird zunehmen. Gerade Beschäftigte in Sektoren mit gerigerem Einkommen müssen neue Fähigkeiten erwerben, um den Bedarf in höher bezahlten Berufsgruppen zu decken. Allerdings betrifft das weniger die handwerklichen und physischen Tätigkeiten, sondern vor allem Hilfstätigkeiten in den Büros.
Die Arbeitnehmer können sich selbst am besten durch Schulungen und andere Qualifikationsmaßnahmen davor schützen, von der KI aufs berufliche Abstellgleis geschoben zu werden, wenn die Firma bei der sie angestellt sind selbst aktiv wirde.



06.05.2024   Situation auf dem europäischen Arbeitsmarkt

Europa leidet unter einem großen Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt. Während in vielen Branchen ein Arbeitskräftemangel herrscht, gibt es in anderen Branchen einen Überschuss an qualifizierten Arbeitskräften, so dass Angebot und Nachfrage auf dem europäischen Arbeitsmarkt in den verschiedenen Ländern nicht übereinstimmt.

EU-Mitgliedstaaten profitieren von der Freizügigkeit der Arbeitnehmer innerhalb der Union, die dazu beiträgt, dass die Arbeitsmärkte wettbewerbsfähig bleiben und Stagnation vermieden wird. Es gibt jedoch eine Reihe von Problemen, die zu Ungleichgewichten auf dem Arbeitsmarkt führen:


Digitalisierung
Dadurch werden Stellen eingespart aber auch neue Berufe und Arbeitsstellen geschaffen. Bis die Digitalisierung den gewünschten Grad erreicht, werden mehr Stellen geschaffen als abgebaut werden.

Alternde Bevölkerung
Durch die sinkende Geburtenrate rücken immer weniger Arbeitnehmer nach, welche die Fachkräfte, die in Pension gehen, ersetzen sollten.

Übergang zu klimaneutraler Energie
Durch die Ablösung von fossilen Energieträgern zu erneuerbarer Energie werden Arbeitsplätze abgebaut, aber auch neue geschaffen.

Ungleiche Arbeitsbedingungen
In einigen Ländern bestehen schlechtere Arbeitsbedingungen, so dass Arbeitnehmer das Land verlassen und sich in einem anderen Land mit besseren Arbeitsbedingungen niederlassen.

Die Europäische Kommission hat eine Reihe von Lösungen zur Reduzierung des Arbeitskräftemangels entwickelt.
Der Pakt für Kompetenzen der Europäischen Union ist ein umfassendes Unterstützungspaket, das öffentlichen und privaten Organisationen bei der Bewältigung des digitalen und grünen Wandels zu helfen. Damit sollen zum Beispiel Umschulungen finanziell unterstützt werden. Des Weiteren wird die Anerkennung von Qualifikationen aus Ländern außerhalb der EU gefördert, um Mitarbeiter aus anderen Ländern anzuziehen.



03.04.2024   Weiter sinkende Arbeitslosenquote

Im ersten Quartal 2024 ist die Arbeitslosenquote weiter leicht gesunken. Dies macht sich weiterhin durch den Fachkräftemangel bemerkbar. So sind Firmen bereit auch Quereinsteiger einzustellen und auszubilden, um fehlenden Mitarbeiter zu ersetzten. Der weiterhin hohe Stellenbestand zeigt, dass in den Unternehmen weiterhin neue Beschäftigte benötigt werden. Die Stellenbesetzung bleibt jedoch eine Herausforderung für die Personalverantwortlichen in den Firmen. So werden in einigen Betrieben ein Prämie an Mitarbeiter ausbezahlt, wenn diese neue Mitarbeiter finden oder es werden Vergünstigungen geboten um neue Mitarbeiter anzuwerben.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den offenen Lehrberufen. Vor allem im Bereich der handwerklichen Berufen im Maschinenbau, Bäcker oder Schreiner sind zahlreiche Stellen noch unbesetzt.



01.01.2024   Viel Erfolg im neuen Jahr

Das 2023 war ein turbulentes Jahr das viele Risiken aber auch Chancen geboten hat.
So hat die Fusion der CS mit der UBS Bank in der Schweiz bei einigen eine Auswirkung auf den Arbeitsplatz gehabt, doch es haben sich auch neue Chancen eröffnet.

Der feige Angriffskrieg von Russland geht unvermindert weiter und im Gazastreifen hat sich ein neuer Konfliktherd eröffnet, welches sich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft ausübt. Doch es zeigt sich, dass dadurch neue Chancen entstehen und Firmen ihre Produktion teils wieder nach Europa verlegen, um von unterbrochenen Lieferketten weniger stark beeinträchtigt zu sein.

In diesem Sinn wünscht Bewerbungen24.ch allen einen guten Start ins 2024 und wünschen allen, dass die neuen Chancen eine gute Gelegenheit auf dem Arbeitsmarkt bieten.



8.12.2023   Chance für ältere Arbeitsuchende

Oft gehen Personaler leider davon aus, dass ältere Arbeitnehmer weniger leisten können als ihre jüngeren Kollegen. Trotz ähnlicher oder sogar besserer Qualifikationen haben Bewerber bereits ab 40 oder mindestens 50 Jahren im Auswahlverfahren das Nachsehen. Ist das der Fall, spricht man von Altersdiskriminierung.
Niemand will wegen seines Alters vorzeitig aus dem Bewerbungsverfahren ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund entschliessen sich manche Arbeitssuchende dazu, ihr Geburtsdatum nicht auf dem Lebenslauf aufzuführen. Damit die Personaler keinen Rückschluss auf das Alter ziehen können, werden außerdem die konkreten Daten der Ausbildung oder Studienabschlüsse und ersten Berufserfahrungen weggelassen.

Theoretisch darf jeder seinen Lebenslauf so gestalten und aufführen, was und wie er es gerne möchte, solange die Angaben der Tatsache entsprechen. Einige Informationen wie Name, Adresse und Telefonnummer sollten jedoch nicht fehlen. Neben Abschlüssen und den letzten Arbeitgebern sollten außerdem Weiterbildungen, Sprach- und EDV-Kenntnisse angegeben werden, sofern sie relevant für die ausgeschriebene Arbeitsstelle sind.
Der Vorteil der fehlenden Altersangabe liegt klar auf der Hand, der Personaler kann sich ein objektiveres Bild von dem Bewerber machen. Der Fokus liegt weit mehr auf der fachlichen Kompetenz anstatt auf äusseren Faktoren. Ältere Arbeitnehmer haben im Vergleich zu jüngeren Mitbewerbern den großen Vorteil, dass sie bereits deutlich mehr Berufserfahrung aufweisen können. Wenn das Alter weggelassen wird, kann dieser Vorteil nicht erkannt werden. Viele Firmen gehen dazu über, dass die Bewerbungen online eingereicht werden und ein Algorithmus die eingegangenen Bewerbungen vorselektioniert. Wenn das Alter nicht angegeben wird kann es sein, dass die Bewerbung gleich aussortiert wird und gar nicht weiterbearbeitet wird.
Je nach Situation kann das Verschweigen des Alters also hilfreich sein oder einem direkt aus dem weiteren Bewerbungsprozess ausschliessen. Es ist sicherlich besser, wenn man das Alter angibt und im individuellen Bewerbungsschreiben die Vorzüge der langjährigen Berufserfahrung herausstellt.



6.11.2023   Fachkräftemangel in Zukunft noch größer

Schon heute klagen mehrere Branchen über Fachkräftemangel. Doch das Problem wird sich in den kommenden Jahren noch einmal deutlich verschärfen.
In den nächsten Jahren werden bereits bestehende Fachkräftelücken größer und der Fachkräftemangel wird sich auf weitere Berufe ausweiten. Betroffene Berufe sind vor allem im Bereich Erziehung und Pflege im Spital oder Altersheimen. Zusätzlich werden aktuelle handwerkliche Fachkräfte gesucht wie zu, Beispiel Elektriker oder Heizungsund Klimamonteure. Durch die Energiewende wird dieser Trens in den nächsten Jahren noch weiter angeheizt, da zahlreiche Hausbesitzer sich entscheiden eine Wärmepumpe oder Solaranlage zu installieren.
Aktuell klagen zahlreiche Betrieben, dass Sie keine Auszubildende finden und Lehrstellen nicht besetzen können. DIese wird in den nächsten 3 - 4 Jahren dazu führen, dass nochmehr ausgebildete Fachkräfte fehlern. Ob die Lücken mit Fachkräften aus dem Ausland die SItuation verändern wird sei abzuwarten, denn dadurch wird das Problem lediglich verschoben und nicht gelöst.



21.8.2023   Kniggekurs für Auszubildende

Sie duzen Mitarbeitende und Kunden, kommen in Trainerhosen zur Arbeit oder beschäftigen sich mit dem Handy, anstatt zu arbeiten oder dem Vorgesetzten zu zuhören.
Immer mehr Lehrbetriebe kämpfen mit den schlechten Manieren ihrer Lernenden. Nun gibt es spezielle Knigge-Kurse für Lernende.

Für junge Menschen, die gerade die Schulbank verlassen haben und in die Ausbildung gehen, ist der Start ins Berufsleben eine große Herausforderung. Wie so oft hängt viel davon ab, zu Beginn einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Danke und Bitte scheinen in der Zwischenzeit zu schwer auszusprechenden Fremdwörtern geworden zu sein. Höflichkeit, Rücksichtnahme auf andere zeigt ein ähnliches Bild. Ausbilderinnen und Ausbilder bemängeln immer wieder, dass ihre Schützlinge oft nicht einmal die einfachsten Höflichkeitsregeln beherrschen und anwenden.

Lernen geschieht unter anderem durch Nachahmen. Es braucht somit Vorbilder. Diese werden von den Eltern leider oft nicht dargestellt, oder sie achten häufig nicht mehr darauf, wie sich ihre Kinder verhalten oder nehmen schlechtes Benehmen als gegeben hin, unter dem Vorwand auf die ohnehin schwierige Situation der Kinder, die Pubertät oder einfach, weil sie keine Lust auf Diskussionen haben.
Im Betrieb ist die mit der Ausbildung betraute Person das Vorbild für die Nachwuchskräfte. Verhält sich diese der Ausbildenden Person gegenüber unfreundlich, polterig oder zeigt selbst schlechtes Benehmen, können die Azubis davon nichts lernen und ihr Verhalten nicht ändern.

Auf Grund dieses Umstandes haben sich einige Firmen darauf spezialisiert, Kurse für Auszubildende anzubieten, damit diese erlernen, wie man sich in der Berufswelt richtig verhält. Es wird einem beigebracht, was Anstand und Respekt ist und ob man eine Person mit Du ansprechen darf oder besser mit Sie anspricht, um den nötigen Respekt und Anstand aufzubringen. Ebenso erlernen die Auszubildenden wie man sich richtig kleidet oder wann man das private Telefonieren und Chatten unterlassen soll.

Die wichtigsten Verhaltensgrundsätze sollten Ausbildungsverantwortliche den Lernenden wenn möglich schon vor Beginn der Ausbildung, aber spätestens am ersten Tag mit auf den Weg geben, damit einer erfolgreichen Ausbildung diese Dinge nicht im Wege stehen.



27.06.2023   Tiefe Arbeitslosigkei in Europa

Die Arbeitslosigkeit in Europa ist praktisch verschwunden und liegt mit 6,7 % der Erwerbsbevölkerung auf dem niedrigsten Stand seit dreissig Jahren. Dennoch stagniert die Produktion. Wie ist das möglich?
In den meisten Ländern ist der Rückgang merklich – insbesondere in den Ländern, die allgemein am schlechtesten abschneiden: In Griechenland (-5,2 Punkte) und Spanien (-1,6 Punkte) ist diese Quote zwischen Ende 2019 und Ende 2022 am erheblich gesunken. In Italien sind die Aussichten ebenfalls erfreulich.
Die Vollbeschäftigung ist bereits in 10 Mitgliedstaaten Realität: Sie weisen eine Arbeitslosenquote von weniger als 5 % auf. Dies gilt für Österreich, Dänemark, Irland, Deutschland, Niederlande, Slowenien und auch für Polen. Doch Vollbeschäftigung nur auf die Arbeitslosenquote zu reduzieren, greift zu kurz.

Kurz gesagt stehen also alle Indikatoren auf grün, einschließlich der Langzeitarbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung, die beide rückläufig sind. Wie lässt sich diese gute Situation am Arbeitsmarkt erklären?

Als erster Faktor ist die Demografie anzuführen. Die Anzahl der Arbeitnehmer die in den letzten Jahren in Rente ging war größer als junge Arbeitskräfte ins Berufsleben eingetreten sind. Zudem ist in den letzten Jahren ist die Bevölkerung in Europa gestiegen. Dies erleichtert die Schaffung von Arbeitsplätzen: Wenn ein Arbeitgeber seine Produktion steigern will, kann er sich nicht allein auf die höhere Effizienz seiner Arbeitnehmer verlassen, sondern muss seine Arbeitskraft durch Neueinstellungen vergrössern.
Dies sind erfreuliche Neuigkeiten welche die akuelle Lage des Fachkräftemangel erklärt und bei der Stellensuche eine optimale Voraussetzung ist.



17.5.2023   Fachkräftemangel

Die Situation spitzt sich zu, da der Mangel an spezialisierten Arbeitskräften sich auf mehr oder weniger alle Branchen übergegriffen hat. So waren es während der Coronakrise vor allem Pflegefachkräfte die gesucht wurden, nun werden in vielen weiteren Branchen Fachkräfte gesucht. Schaut man einzelne Branchen an, trifft es mit einem Anteil von 17 Prozent aller freien Arbeitsstellen das Gesundheitswesen am härtesten. Ebenfalls zahlreiche freie Arbeitsstellen gibt es im Bau- und Gastgewerbe. Die beiden Branchen verzeichnen jeweils 13 Prozent der freien Arbeitsstellen in ihren Unternehmen. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Monteure und Installateure für alternative Heizungen, welche für die Energiewende benötigt werden.

Wirtschaftlich noch größeren Einfluss haben aber die fehlenden Fachkräfte in branchenübergreifenden Jobs – etwa IT-Fachleute, Logistiker oder Lieferwagenfahrer. Zusammen machen solche Jobs über alle Branchen 28 Prozent aller nichtbesetzten Stellen aus. Da mehr oder weniger alle Unternehmen auf solche Leute angewiesen sind, ist ein Mangel hier aus wirtschaftlicher Sicht besonders einschneidend.
Erschwerend dazu kommt, dass auch in Deutschland Fachkräftemangel herrscht. Die Schweiz profitierte aufgrund der höheren Löhne jahrelang von der Zuwanderung aus Deutschland. Nun fehlen die Fachkräfte andererseits auch bei unseren nördlichen Nachbarn, was die Lage in der Schweiz noch schwieriger macht.

Längerfristig werden immer mehr Menschen den Fachkräftemangel zu spüren bekommen. Sei es durch längere Wartezeiten in den Spitälern oder durch höhere Preise unterschiedlichster Produkte und Dienstleistungen. Dies liegt daran, dass fehlendes Personal in allen Bereichen der Lieferketten zu steigenden Preisen führt.
Weiter werden Firmen, die ihre Nachfrage nach geschultem Personal im Inland nicht decken können, nach und nach ins Ausland abwandern, um dort zu produzieren. Hierbei handelt es sich vorwiegend um die Chemie- und Pharmabranche. Auch die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie gilt als gefährdet.



03.04.2023   Keine Antwort auf Bewerbung

Sie haben sich auf ein Stelleninserat beworben, dass Sie interessiert, den Lebenslauf aktualisiert und viel Zeit und Aufwand in Ihre Bewerbung gesteckt und trotzdem keine Antwort erhalten? Auch eine Absage ist nicht eingetroffen, dann sollten Sie Ihre Unterlagen und das Stelleninserat nochmals überprüfen, denn oft können es kleine Dinge sein, die nicht berücksichtigt werden.
Ein Rückfragen kann angemessen sein, doch sollten Sie mindestens 10 Tage nach Versand der Bewerbung damit warten, um niemanden zu verärgern.
Nachstehend finden Sie die 3 Hauptgründe, wieso Sie vielleicht keine Antwort erhalten.

Kontrollieren Sie das Stelleninserat und Ihr Bewerbungsschreiben, haben Sie den richtigen Empfänger eingegeben?
Wenn der Empfänger nicht in der Firma arbeitet und Sie haben Ihre Bewerbung an einen falschen Empfänger gesendet. So kann es gut sein, dass der Empfänger die Bewerbung löscht und der eigentliche Empfänger keine Bewerbung erhalten hat. So kann er auch nicht antworten, sei es eine Absage oder eine Eingangsbestätigung.

Steht im Stelleninserat keine Absage versenden?
Einige Firmen erwähnen, dass Sie auf Grund der hohen Anzahl an Bewerbungen keine Absage versenden und sich lediglich melden, wenn die Bewerbung auf Interesse stösst. Dies ist zwar nicht die feine Art, ist aber leider so.

Haben Sie die richtige eMail Adresse angegeben?
Kontrollieren Sie vor dem versenden, dass Sie im Bewerbungsschreiben und im Lebenslauf die richtige eMailadresse angegeben haben. Ein kleiner Tippfehler kann dazu führen, dass eine Absage oder Eingangsbestätigung am falschen Ort landet und Sie nie eine Antwort erhalten. Die Angabe der falschen eMailadresse ist dann möglich, wenn Sie sich über ein Bewerbungsportal der Firma bewerben müssen und die eMailadresse manuell erfasst werden muss.



17.10.2022   Handwerk hat goldenen Boden

Der steigende Fachkräftemangel bestätigt das Sprichwort: Handwerk hat goldenen Boden. Aber nicht nur Handwerksbetriebe suchen händeringend nach Fachkräften, so stehen ebenfalls weit oben Berufe aus dem Gesundheitsbereich. So sind zum Beispiel zahlreiche Personen während oder nach der Coronapandemie aus dem Pflegeberuf abgewandert, da die Arbeitszeiten und die psychische Belastung enorm groß waren. Dass diese Personen wieder in den Beruf zurückkehren, ist eher unwahrscheinlich.
Durch die Energiewende stehen viele Handwerksbetriebe vor dem Problem, dass nicht genügend Fachpersonal vorhanden sind, welche in der Lage sind, die gestiegene Anfrage nach alternativen Energiequellen zu installieren. So fehlt es an Fachpersonal, um Solaranlagen für die Stromerzeugung oder Wärmepumpen zum Heizen zu installieren.

Ebenso suchen Logistikfirmen LKW Fahrer und müssen oft die Fahrerkabine leer lassen, da sich zu wenig Personal meldet. Dies hat zur Folge, dass Fahrer aus den europäischen Oststaaten rekrutiert werden, um die Lücken teilweise zu füllen. Dagegen wirkt der steigende Handel über das Internet, welcher zusätzlich Fahrer benötigt, um den online Handel weiter auszubauen und die steigende Nachfrage zu bewältigen.
Das Erfreuliche ist, dass die Gehälter teilweise steigen, denn wenn ein großer Fachkräftemangel herrscht, können die Arbeitnehmer eher einen höheren Lohn fordern. Wer sich heutezutage für eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf entscheidet, hat für die Zukunft bessere Möglichkeiten, um eine Anstellung zu finden.



09.09.2022   Stellenabbau im Kaderbereich

Es herrscht allgemein Fachkräftemangel, viele Firme suchen händeringend nach gut ausgebildetem Fachpersonal. Dies betrifft alle Branchen, dies sind Handwerksbetriebe, Maschinenbauer, IT-Branche oder in der Gastronomiebranche.
Während der Pandemie sind zahlreiche Stellen abgebaut worden und ausländische Mitarbeiter sind teilweise in ihr Heimatland zurückgekehrt und haben sich dort neu orientiert. Andere haben sich in einer anderen Branche umgeschaut und haben dort eine Anstellung gefunden. Beide Gruppen fehlen nun und es wird versucht, mit Extraleistungen die Leute zurückzuholen um die Leerstellen aufzufüllen.

Im Kaderbereich sieht es anders aus. Durch die Pandemie mussten sich viele Betriebe neu organisieren und es wurde festgestellt, dass der Betrieb auch mit weniger Kaderpersonal gut aufrechterhalten werden kann. Dies hat zur Folge, dass die Hierarchien abgeflacht wurden und dem einzelnen Mitarbeiter mehr Kompetenzen und Entscheidungsgewalt übergeben wurden. Es wurde festgestellt, dass der Vorgesetzte, der einem einmal wöchentlich via Videochat besucht, keine große Wirkung hat und sich der Mitarbeiter mehrheitlich selber organisieren muss und dies auch kann.
So holt zum Beispiel wie angekündigt der Pharmariese Novartis zum Rundumschlag aus und reduziert das Kader um 700 Personen, wie in den Medien zu lesen war.
Dazu kommt, dass gewisse Qualifikationen nicht mehr gefragt sind und beim mittleren Kader ein anderes Spezialwissen gefragt ist. Einige Abläufe wurden während der Pandemie digitalisiert und automatisiert sowie die Abläufe angepasst, so dass ein spezielles Fachwissen weniger gefragt ist.
Da wie erwähnt ein Fachkräftemangel herrscht, ist es an der Zeit, dass sich jeder Einzelne im Kaderbereich spezialisiert, um in der Zukunft nicht den Anschluss zu verpassen.



19.8.2022   Schweizer lassen sich häufiger beim Putzen helfen

Schweizer lassen sich im Haushalt immer häufiger beim Putzen helfen: Folgendes ist bei Hausdiensten zu beachten:
Unterstützung beim Putzen, Kochen, Babysitten, Heimwerkern und Co. – immer mehr Schweizer nutzen Hausdienste. Manche einmal wöchentlich, andere deutlich unregelmässger. Vor allem Reinigungsleistungen sind besonders gefragt, denn viele Schweizer haben zu viel Stress im Arbeitsleben oder wünschen sich eine bessere Work-Life-Balance. Wer eine Profi-Unterstützung für die Reinigung sucht, muss einiges beachten, damit es nicht illegal wird.

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25.07.2022   Gründe für einen Jobwechsel

Wer sich auf eine neue Stelle bewirbt, hat in der Regel unterschiedliche Gründe. Der mögliche neue Arbeitgeber möchte die Beweggründe erfahren, deshalb sollte in der Bewerbung mit einem prägnanten Satz den Grund erwähnt werden. Ein Jobwechsel ist kein negativer Entscheid, in der Laufbahn wechselt ein Arbeitgeber in der Regel 5 - 7 mal die Arbeitsstelle. Dies hat für den Arbeitnehmer den Vorteil, neue Branchen und Arbeitsabläufe kennenzulernen. Dem Arbeitgeber bringt es den Vorteil, dass er neue Sichtweisen auf Arbeitsabläufe in den Betrieb reinbringt. Wenn Sie für Ihren Stellenwechsel eine Begründung mit Erklärung liefern, ist dies die beste Variante.

Ich möchte mich weiterentwickeln
Dies ist ein Klassiker in den meisten Bewerbungsschreiben. Wenn Sie sich weiterentwickeln möchten, geben Sie an, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll. Eine mögliche Formulierung kann sein:
"Die beschriebene Stelle passt sehr gut zu meinen beruflichen Plänen und bietet mir eine spannende Perspektive, um mich weiter zu entwickeln und Erfahrungen im Projektgeschäft zu sammeln."

Ich suche nach einer neuen Herausforderung
Dies ist genau so eine beliebte Formulierung wie die Weiterentwicklung. Wenn Sie eine Herausforderung suchen, erwähnen Sie, was Sie suchen mit einem Satz wie:
" Der Aufgabenbereich als Verkäufer im Innendienst für die Region Südamerika bietet mir die Möglichkeit, meine Spanischkenntnisse im Alltag unter Beweis zu stellen und neue Herausforderungen annehmen."

Mein Privatleben hat sich verändert
Nach einem Umzug ist die Entfernung zum Arbeitgeber zu groß geworden oder Sie möchten sich vermehrt um die Familie kümmern, kann eine Formulierung lauten:
"Aufgrund meiner familiären Veränderung möchte ich mich beruflich verändern und gerne eine neue Herausforderung annehmen."

Ich möchte eine neue Branche kennenlernen
Dabei handelt sich um eine gewagte Aussage im Bewerbungsschreiben, denn meistens hat ein Branchenneuling weniger gute Chancen auf eine Anstellung, da der Arbeitgeber von den vorhandenen Erfahrungen profitieren möchte und keinen Lehrling ausbilden möchte. Erwähnen Sie Ihre Erfahrungen, die Sie in den Betrieb einbringen können. Eine Formulierung kann lauten:
"Gerne möchte ich meine Erfahrungen im internationalen Vertrieb von Produkten in einer neuen Branche umsetzen, um meinen Horizont zu erweitern."

Vergewissern Sie sich, dass die Begründung stichhaltig und nachvollziehbar ist. Smot können Sie bei der Bewerbung punkten, wenn Sie eine einleuchtende Begründung liefern.



29.06.2022   Arbeitslosenquote sinkt weiter

Nach dem Anstieg der Arbeitslosenquote während der Pandemie sinkt die Arbeitslosigkeit weiter. In der Schweiz is diese mittlerweile auf 2.8% nach dem Vormonat mit 3.1%. Gegenüber des Vorjahres des gleichen Monates sank die Arbeitslosigkeit um 12%.
In Deutschland sank die Arbeitslosenquote ebenfalls auf 4.9% was gegenüber des Vergleichsmonates im 2021 eine Reduzierung um 0.1% ausmacht.
Vor allem im Bereich der Gastronomie und im Baugewerbe ist die Arbeitslosigkeit massiv gesunken. Dies hat vor allem damit zu tun, dass währen der Coronazeit, viele Restaurant teilweise geschlossen hatten und Anpassungen im Personalbestand vorgenommen haben. Ein Großteil hat sich in der Zwischenzeit neu orientiert und kehrt nicht mehr in die Gastronomie zurück.



25.05.2022   Ferienjobs als Chancen nutzen

Die Sommerferien nahen und einige Firmaen haben Ferienjobs zu vergeben, da viele Mitarbeiter der Stammbelegschaft im Urlaub sind. Die meisten Ferienjobs sind im Bereich Produktion und Dienstleistungssektor vorhanden. Die Ferienjobs konzentrieren sich vor allem auf die Monate Juni bis September.
Ein befristeter Einsatz als Ferienjob kann eine Möglichkeit sein um die Kasse aufzubessern oder aber auch ein Sprungbrett aus einer längeren Arbeitslosigkeit heraus. Wenn sich der Mitarbeiter bewährt kann es sein, dass sich daraus trotzdem eine Festanstellung ergibt, wenn nach dem Urlaub die Geschäfte und das Arbeitsvolumen ansteigen.

Ebenso wird in der Gastronomie vermehrt Personal gesucht, sei es in der Stadt oder auf dem Lande bis in die Höhe in den Bergen. Es ist darauf zu achten, dass mancherorst nur Personen über 18 Jahre gesucht werden, da teilweise in der Nacht oder zu Randstunden gearbeitet werden muss.

Produktion/Montage
In der Produktion sind zahlreiche offene Stellen vorhanden. Sei es in der Montage in der Industrie oder im Lebensmittelbereich bei der Backwarenherstellung.

Logistik
Sei es in der Spedition oder beim Verpacken von bestellten Artikel im Onlinehandel. Gerade in diesem Bereich sind kurzfristige Einsätze möglich um den Unterbestand in der Firma abzudecken.
Ebenso werden vermehrt Fahrradkuriere gesucht, um Lieferungen in Großstädten abzuwickeln.

Gastgewerbe
Gerade in den Sommermonaten, wenn bei schönem Wetter viele Gäste den Abend oder das Wochenende in der Gartenterasse geniessen möchten, wird vermehr Personal gesucht, um die Spitzenzeiten abzudecken.

Einzelhandel
Ein Blick in die Stelleninserate unter Einzelhandel oder ein Nachfragen bei der Bäckerei um die Ecke kann eine freie Stelle zum Vorschein bringen. Oft wird bei kleineren Betrieben nur ein kleiner Zettel ins Schaufenster gehängt mit dem Hinweis: Mitarbeiter gesucht. Ein Blick ins Schaufenster kann sich also lohnen.



29.04.2022   Jobs für Flüchtlinge aus der Ukraine

Mehr als 2 Monate ist es her, dass Russland den Angriffskrieg in der Ukraine begann und seit her flüchten immer mehr Menschen aus dem Kriegsgebiet. Viele Flüchtlinge wollen arbeiten und erhalten auch eine Möglichkeit, in dieser Zeit den Krieg wenigsten während der Arbeitszeit zu vergessen. Der Großteil der geflüchteten Erwachsenen ist weiblich und gibt an, einen Universität oder Hochschulabschluss zu besitzen. Einige finden rasch eine Lösung, vor allem in Berufen bei denen es zu wenig Bewerber gibt. So finden zum Beispiel in der Luftfahrtbranche geeignete Personen rasch eine Stelle, da das Personal in der Pandemiezeit stark reduziert wurde und es nun an Bewerbern für offene Stellen fehlt, da die gekündigten Personen der Branche der Rücken gekehrt haben.
Wer über Englischkenntnisse verfügt, findet eine Stelle als Programmierer in der Informatik, da vor allem in desem Bereich vermehrt Personal gesucht wird. Aber auch in handweklichen Betrieben wie in einer Bäckerei oder Gärtnerei können zahlreiche Stellen besetzt werden. Sei es bei der Ernte auf dem Feld oder arbeiten im Gewächshaus, bei der Aufzucht von Stecklingen und bei der Vorbereitung von Topfpflanzen für den Verkauf. Eine weitere Branche sind Logistikunternehmen, die Personal suchen, um den Anstieg durch den Onlinehandel zu bewältigen. Dies kann im Lager, bei der Versandvorbereitung oder im Büro beim Bearbeiten der Bestellungen sein.

Es muss daher keiner Angst haben, dass die ukrainischen Flüchtlinge der heimischen Bevölkerung die Arbeitsstelle wegnehmen, im Gegenteil, sie füllen mancherorts Lücken auf, die durch die inländischen Arbeitnehmer nicht besetzt werden konnten.



07.04.2022   Tipps für die Bewerbung um einen Job im Onlinemarketing

Das Onlinemarketing ist derzeit eine der größten Wachstumsbranchen. Dort besteht daher auch ein hoher Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Nicht alle Unternehmen schreiben die Stellen aus, weshalb auch Initiativbewerbungen bei vielen Unternehmen gern gesehen sind.
Dabei geht es gar nicht in erster Linie darum, wie viele freie Stellen es gibt. Es geht vielmehr darum, welche Kenntnisse die Arbeitgeber erwarten, welches die Branchenanforderungen an neue Mitarbeiter sind. Sind beispielsweise bestimmte Softwarekenntnisse notwendig? Suchen die Unternehmen bestimmte Fachkräfte? Wichtig für Bewerber zu wissen sind auch wichtige Online-Marketing-Events, zu denen sich die Unternehmen treffen oder welche Messen die potenziellen Arbeitgeber besuchen.

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16.03.2022   Aussehen kann über Gehalt entscheiden

Wer den Begriff Bodymassindex oder Körperfettanteil hört, denkt sicher an ein Fitnessstudio oder einen Ernährungsberater und nicht gleich an die Auswirkungen in der Berufswelt. Unterschiedliche Studien haben jedoch gezeigt, dass das Aussehen eine Auswirkung auf eine künftige Arbeitsstelle und das zu erwartende Salär haben können.
Wer gut aussieht oder attraktiver ist, hat es in der Regel einfacher in der Berufswelt. Wenn ein Personaler 5 Bewerbungsdossier von Bewerberinnen mit ähnlicher Qualifikation vor sich liegen hat und 3 Personen einladen darf, wird er sich vermutlich für die attraktiveren 3 Damen entscheiden.
Doch so einfach ist es nicht, denn Studien haben gezeigt, dass wenn eine Frau in der Personalabteilung die Auswahl trifft, die attraktiveren Damen eher geringere Chancen für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch haben. Dies kommt vermutlich daher, dass eine attraktive Bewerberin im Unterbewusstsein der Personalerin eine Konkurrentin darstellen kann und daher lieber nicht eingeladen werden möchte. Dafür haben es Bewerberinnen ohne Foto oder attraktiver Männer bei einer weiblichen Personalerin einfacher einen Bewerbungstermin zu ergattern.
Eine andere Untersuchung in der USA hat gezeigt, dass größere Männer bei einem gleichen Job eher mehr verdienen als kleinere. Dies hat vielleicht damit zu tun, dass sich größere Personen bei Lohnverhandlungen eher ruhig und sachlich Verhalten und im Unterbewusstsein sich nicht zuerst für Ihre Grösse und anschliessend für Ihr Können behaupten wollen.
Diese Tatsache hat nicht nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern ist einfach in unserem Verhalten verankert.
Die Untersuchung zeigte, dass pro 1 cm Körpergrösse einen Unterschied über knapp USD 1000 Jahreslohn ausmachen können.
Wer sich auf eine Stelle bewirbt, sollte daher bereits beim Bewerbungsfoto Gedanken machen wie er sich präsentiert, um die Chancen zu verbessern. In erster Linen muss man sich selbstwohl fühlen und eine Frisörbesuch für einem selbst sein und nicht für andere.
Wer sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet und sich Gedanken zu möglichen Fragen beim Bewerbungsgespräch ➚ überlegt und darauf vorbereitet, hat ebenfalls bessere Chancen als jemand der als naiver Schönling dasitzt und auf sein Aussehen vertraut.



03.03.2022   STOPPT RUSSLAND

Eine Woche ist es nun her, dass der russische Diktator befohlen hat, in die Ukraine einzumarschieren. Die Folgen sind in den Medien sichtbar und muss nicht weiter kommentiert werden. Die Unterstützung der Weltgemeinschaft ist groß, noch größer die Verachtung gegenüber dem verachtenden Verhalten von Russland.
Dass dies Auswirkungen auf die Wirtschaft hat ist klar, so wie jüngst die in der Schweiz ansässigen Firma Nordstream 2, die alle Mitarbeiter auf die Straße stellte.
Was kann jeder Einzelne tun? Nur gemeinsam kann man dieses Verhalten verachten und als Folge russische Produkte boykottieren. Nicht für eine Woche oder ein Monat, sondern für die nächsten Jahre. Wenn sich die Gesinnung Russland ändert und über Jahre bessert, kann man über den Kauf von Produkten nachdenken. Dazu gehört auch, dass man Firmen den Rücken kehrt, die in russischer Hand sind oder von Russland kontrolliert werden.
Es ist vielleicht am Anfang schmerzlich, doch der Schmerz der Leute in der Ukraine ist größer. Durch Anteilnahme alleine wird keinem effektiv geholfen, sondern nur durch handeln.
Bewerbungen24.ch kann nicht viel auswirken, hofft aber dass möglichst viele sich einem Boykott von russischen Produkten anschliesst und offeriert allen Angestellten von Nordstream 2, die den Bewerbungsmanager nutzen möchten, einen kostenlosen Zugang. Bitte melden Sie sich und der Account wird kostenlos freigeschaltet. Dies gilt auch für Angestellte anderer russischer Firmen die künftig die Zusammenarbeit beenden.

- Handeln wir heute und kaufen Sie keine Produkte mehr aus Russland oder die in Russland hergestellt wurden!
- Bieten Sie keine Dienstleistungen an russische Personen an, wie zum Beispiel Übernachtungen oder Reisen.
- Planen und machen Sie keine Reisen nach Russland für die nächsten Jahre

Die russischen Bürger richten die Waffen gegen die Ukraine und zeigt damit, dass sie den Diktator unterstützen, die Folgen sollen deshalb auch für sie über Jahre spürbar sein.
Hoffen wir, dass das unmenschliche Verhalten Russlands bald ein Ende hat.



08.02.2022   Lebenslauf wird immer wichtiger

Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Bewerber Mühe haben, sich im Bewerbungsschreiben richtig darzustellen und die eigenen Stärken aufzuzeigen, ohne dass sie überheblich wirken. Die aufgeführten Stärken werden rasch aus einer Vorlage kopiert und ins eigene Motivationsschreiben eingefügt. Daraus folgt, dass viele Stellensuchende das ganze Bewerbungsschreiben kopieren und damit die Aussagekraft für die Stelle, auf die man sich bewirbt, verloren geht. Dies macht es für die Personalverantwortlichen schwieriger die geeigneten Kandidaten aus den erhaltenen Bewerbungen herauszufiltern. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass rund ein Drittel sich öfter bewerben würden, wenn sie kein Bewerbungsschreiben verfassen müssten.
Einige Grossfirmen haben angefangen, auf das Bewerbungsschreiben ganz zu verzichten, da dies mehrheitlich unspezifisch auf die Stelle verfasst wird und somit an Aussagekraft verliert. Um so mehr Beachtung findet dafür der Lebenslauf, der gutstrukturiert, Informationen zum Werdegang, Erfahrungen und das Können hindeutet. Des Weiteren können bei offenen Stellen, bei denen auf Grund von speziellen Fähigkeiten oder Berufszweigen wenig Bewerbungen erwartet werden, die Anzahl an Bewerber erhöht werden, wenn kein Bewerbungsschreiben gefordert wird.

Wenn die Firma auf ein Bewerbungsschreiben verzichtet, sollte die Gestaltung des Lebenslaufs und dessen Inhalt daher genau überdacht werden. Die Aufmachung und das Design muss ansprechend und die Schrift muss gut lesbar sein.
Ein Hobby oder andere Interessen, die zur Arbeitsstelle passen, können ruhig erwähnt werden, um einen allfälligen Pluspunkt zu sammeln. Falls sie nicht genau wissen, was in einem Lebenslauf aufgeführt werden müssen, nutzen Sie die Checkliste ➚, um den Lebenslauf korrekt aufzubauen und nichts zu vergessen.

Natürlich verzichten nicht alle Firmen auf ein Bewerbungsschreiben, daher sollte bedacht werden, dass ein gut geschriebenes Bewerbungsschreiben mit der richtigen Wortwahl noch immer ein Türöffner sein kann.



11.01.2022   5 Punkte mit denen Ihre Bewerbung heraussticht

Wie so oft geschrieben ist es so, der erste Eindruck zählt. Vergessen Sie diesen Satz nicht, denn er entscheidet, wie groß Ihre Chancen Ihrer Bewerbung sind, für ein Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Um mit dem ersten Eindruck zu Punkten, ist es wichtig, dass Sie möglichst viele Negativpunkte bei Ihren Bewerbungsunterlagen beseitigen. Jeder Negativpunkt verschlechtert den ersten Eindruck und damit die Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.
Geben Sie eine möglichst kleine Angriffsfläche Ihren ersten Eindruck zu verschlechtern und beachten Sie folgende 4 Punkten.

1.) Das Anschreiben, die Aufmachung
Achten Sie darauf, das das Anschreiben keine Schreibfehler aufweist. Sie können noch so gute Qualifikationen und Fähigkeiten aufschreiben oder im Lebenslauf auflisten, diese verlieren an Bedeutung, wenn das Anschreiben voller Grammatikfehler ist. Welcher Zeitung glauben Sie, derjenigen die auf korrekte Schreibweise und Satzstellung achtet oder derjenigen, die voller Schreibfehler ist? Klar, wer korrekt schreibt hat vermutlich auch korrekt recherchiert.

2.) Bewerbungschreiben, inhaltlich
Ebenso sollte die Länge des Textblockes nicht länger als 60% einer DIN A4 Seite ausmachen, damit hat das Bewerbungsschreiben mit Anschrift und Grußformel auf einer Seite Platz. Kein Personaler liest sich gerne durch lange Texte durch, wenn er täglich mehrere Bewerbungen lesen muss. Halten Sie das Anschreiben kurz und knackig mit den wichtigsten Punkten welche Sie und Ihre Fähigkeiten beschreibt. Verzichten Sie ebenso auf lange Aufzählungen Ihrer Eigenschaften und beschränken Sie sich auf 3 max. 4 Fähigkeiten.

3.) Lebenslauf
Erstellen Sie einen tabellarischen Lebenslauf, worin Ihr Werdegang einfach und übersichtlich ersichtlich ist. Beginnen Sie bei der Auflistung Ihrer bisherigen Arbeitsstellen mit der letzten zuoberst. In der Regel sind die letzten beiden Arbeitsstelle von großer Interesse. Ein Personaler muss somit nicht den Schluss suchen, um die letzte Arbeitsstelle zu finden. Damit vereinfachen Sie es einem Personalverantwortlichen und Sie haben wieder positiv gepunktet.

4.) Bewerbungsfoto
Machen Sie ein Foto, worauf Sie freundlich in die Kamera blicken. Nicht übertrieben grinsen oder einen mürrischen Blick aufsetzen, denn der erste Eindruck zählt. Das Aussehen spielt sicher weniger eine Rolle, doch wenn Sie mehrere Bewerbungsdossier von Bewerbern mit gleicher Qualifikation vor sich liegen haben, für welche Personen entscheiden Sie sich für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, für ein der Personen die freundlich in die Kamera blicken oder für die Person, die Sie grimmig anschaut?
Für weitere Hinweise für ein gutes Bewerbungsfotos, lesen Sie den Beitrag Bewerbungsfoto ➚ in der Kategorie Lebenslauf.

5.) Design
Gestalten Sie die Bewerbungsunterlagen einheitlich mit einer Schriftart und einem passenden Farbton. Wenn die Farbe der Kleidung auf dem Bewerbungsfoto mit der Farbgestaltung der Bewerbung übereinstimmt, bildet dies eine Einheit.
Werden Sie eine schnörkelfreie und gut lesbare Schrift. Wenn jedes Wort entziffert werden muss, macht dies keine Freude die Bewerbungsunterlagen zu lsesen und die Bewerbung wird schneller beiseitegelegt.

Wenn Sie die oben aufgeführten Punkte beachten, erhöhen Sie die Chance, dass Sie einen guten, ersten EIndruck hinterlassen und Ihre Bewerbung eine größere Beachtung findet.




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